"Faktisch unüberwindliche Marktzutrittsschranke" Monopolkommission will weniger Regulierung bei Fintechs

Die Regulierung der Fintech-Unternehmen dürfe keine so hohen Anforderungen stellen, "dass sie für neue Marktteilnehmer eine faktisch unüberwindliche Marktzutrittsschranke bedeutet", zitiert die Börsen-Zeitung Achim Wambach, den Vorsitzenden der Monopolkommission und Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. 

So schlägt die Kommission in ihrem Gutachten vor, die Zulassungs- und Meldepflichten für Fintechs zeitweise aus- oder herabzusetzen. Außerdem warnt die Behörde vor einem aufsichtsrechtlichen Markteingriff - man solle zuerst prüfen, ob transparenzsteigernde Regelungen für den Anlegerschutz schon ausreichen.

Aufsicht auf Bundesbehörden wie die Bafin übertragen

Außerdem soll die Zuständigkeit für die Überwachung von den regionalen Behörden wie Gewerbeämtern und Industrie- und Handelskammern (IHK) einheitlich auf Bundesbehörden wie die Bafin übertragen werden.

Von weitergehenden Erleichterungen wie zum Beispiel einer verminderten Eigenkapitalanforderung bei Bankgeschäften hält die Monopolkommission hingegen nichts. Schließlich trage der bisherige Ansatz "gleiches Risiko - gleiche Regulierung" zu einheitlichen Wettbewerbsbedingungen bei, zitiert die Börsen-Zeitung.