Falsche Angst, böser Brief So wurde das Angstbarometer Vix angeblich manipuliert

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Einem normalen, geduldigen Aktienanleger kann das alles herzlich egal sein. Allerdings gilt der Vix als wichtiges Instrument, um sich vor Markteinschlägen zu schützen. Andere Anleger versuchen Gewinne zu erzielen, indem sie gezielt mit Volatilität handeln, also auch mit Derivaten auf den Vix. Denn wenn es an der Börse kracht, schnellt die Vola in die Höhe, und daran kann man verdienen. So geschehen Anfang Februar, als sich der Vix in ein paar Tagen vervielfachte. Wer über Futures oder Optionen auf einen steigenden Vix gesetzt hatte, konnte so Verluste am normalen Aktienmarkt zum Teil ausgleichen. Allerdings verloren Anleger, die über Short-ETFs auf einen (noch weiter) fallenden Vix gesetzt hatten, eine Menge Geld. Zu viel Geld? Das ist noch unklar. Immerhin musste die Credit Suisse einen Indexfonds (ETF) schließen, der voll mit Vix-Futures war.

Außerdem behauptet der Insider, dass der manipulierte Vix Fehlsignale auslöste und damit den Börsenkrach in den vergangenen Wochen mitverursachte. In der Tat wird der Vix auch „Angstbarometer“ genannt. Und wenn das zu stark ausschlägt, könnten Investoren verschreckt und über Domino-Effekte und Automatismen zu weiteren Verkäufen gezwungen werden. Ob das nun sinnvoll ist oder nicht.

Cboe zweifelt Wahrheit an

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldet, hat sich die Cboe schon geäußert. „Der Brief ist voll mit ungenauen Angaben, irrigen Meinungen und Faktenfehlern, inklusive einem grundsätzlichen Missverständnis darüber, wie Vix, Vix-Futures und Volatilitäts-ETFs zusammenhängen. Angesichts dieser Fehler halten wir die in diesem Brief enthaltenen Schlussfolgerungen für unglaubwürdig“, zitiert Bloomberg die Börse.