Fast 5.000 Stellen Fintech-Unternehmen suchen Personal

Zahlungssystem Boon vom Zahlungsdienstleister Wirecard: Der Spezialist für digitale Systeme sucht derzeit nach Personal. | © Wirecard

Zahlungssystem Boon vom Zahlungsdienstleister Wirecard: Der Spezialist für digitale Systeme sucht derzeit nach Personal. Foto: Wirecard

Nach der Gründungswelle rollt jetzt die Jobwelle. Seit Jahresbeginn haben digitale Finanzunternehmen (Fintech) 4.927 neue Stellen ausgeschrieben (Stand: Ende Oktober 2017). Im Gesamtjahr 2016 waren es lediglich 3.088. Das meldet die Jobsuchmaschine Joblift.

Für den Trend sorgen demnach vor allem Dienstleister im Zahlungsverkehr (Payments), von denen im laufenden Jahr jede dritte Stelle kommt. Die Segmente „Kredite und Banking“ lieferten 23 Prozent der neuen Stellen. Hierzu gehören Unternehmen, die sich auf Online-Kredite und mobile Kontoführung spezialisiert haben. Weitere Personalsucher sind Fintechs, die sich mit Geldanlagen (14 Prozent) und Versicherungen (9 Prozent) befassen.

In klassischen Finanzbranche ist übrigens laut Joblift der Stellenmarkt um ein Prozent geschrumpft.

Quelle: Joblift

Interessant sind auch die Wachstumsraten im Detail. So legte im Zahlungsverkehr die Zahl der ausgeschriebenen Stellen auf Sicht von 24 Monaten um durchschnittlich 13 Prozent im Monat zu. 2.307 Jobs zählt Joblift hier insgesamt. Zudem hätten sich die vakanten Stellen mit ausdrücklichem Bezug zu Kryptowährungen im laufenden Jahr jetzt schon im Vergleich zu 2016 mehr als vervierfacht.

20 Prozent aller Stellen kommen von den Unternehmen Wirecard, Hotfox und Smava. Die heißeste Stadt ist Berlin, wo 38 Prozent der Leute gesucht werden.

Dabei betont Joblift, dass die Zahlen auf den ersten Blick nicht zu den neu gegründeten Fintech-Unternehmen passen. Denn dort nahm die Zahl von 141 neu gegründeten Unternehmen im Jahr 2016 auf bisher lediglich 30 neue Fintechs ab.