Fed-Wetten Goldman Sachs und Morgan Stanley streiten über Leitzinserhöhung

Fed-Chef Janet Yellen. Foto: Getty Images

Fed-Chef Janet Yellen. Foto: Getty Images

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Goldman-Analysten unter der Führung von Jan Hatzius und Zach Pandl glauben, dass die 151.000 neuen Stellen im August gut genug sind, um die Chancen für einen Zinsschritt beim Fed-Treffen am 20. und 21. September auf 55 Prozent anzuheben.

Morgan-Stanley-Strategen um Matthew Hornbach erklären hingegen, sie bleiben bei Staatsanleihen positiv eingestellt. Ihrer Meinung nach werden die anhaltende Flaute auf dem US-Arbeitsmarkt und fehlender Inflationsdruck die Währungshüter dazu veranlassen, die Hände still zu halten.

Der durchwachsene Arbeitsmarktbericht, der am vergangenen Freitag vorgelegt worden war, hatte Investoren keine deutlichen Signale zum Zeitpunkt einer möglichen Zinsanhebung in den USA geliefert.

„Unsere Fed-Wette ist unverwüstlich geblieben angesichts zwangsläufig falkenartigen Geredes, das - so wie die Hoffnung - zuletzt stirbt“, schreiben Hornbach und seine Kollegen in einer Kundennotiz vom 2. September. „Unsere US-Volkswirte erwarten noch immer, dass die Fed bis 2017 stillhalten wird.“

Die 151.000 neuen Arbeitsplätze waren weniger als die in einer Umfrage von Bloomberg im Median erwarteten 180.000. Dafür wurden im Juli mit 275.000 mehr Jobs geschaffen, als zunächst geschätzt. Die Arbeitslosenrate und die Beschäftigungsquote blieben unverändert, während die Löhne moderat stiegen und die Arbeitsstunden die geringsten seit 2014 waren.