Feri Family Trust zeigt neue Wege zur Vermögensverwaltung auf

Frank W. Straatmann vom Feri Family Trust

Frank W. Straatmann vom Feri Family Trust

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Kapitalanleger mussten in den vergangenen drei Jahren vielfach schmerzhafte Erfahrungen machen: Notenbanken agieren als "buyers of last resort" (statt „lenders of last resort“), ganze Länder kämpfen gegen den Staatsbankrott, scheinbar stabile Währungen wie der Euro drohen plötzlich zu kollabieren und die Politik hat scheinbar jede vernünftige Orientierung verloren.

Bei genauer Betrachtung wird schnell klar, dass all diese Punkte sehr eng zusammenhängen. Sie resultieren unmittelbar aus den globalen Finanz-Exzessen der vergangenen zehn Jahre, die sich in der großen Krise seit 2008 schockartig gezeigt haben. Aus dieser Gemengelage formt sich derzeit eine neue Realität, die Kapitalanleger in den kommenden Jahren mit sehr ernsthaften Herausforderungen konfrontiert.

So wird der anstehende Paradigmenwechsel den Investoren viel Disziplin und Weitsicht abverlangen – mit der einschneidenden Umorientierung zentraler Anlageziele. Rendite als Ziel der privaten Kapitalanlage wird zwar weiterhin wichtig bleiben. Höchste Priorität dürfte aber künftig das Ziel des realen Vermögenserhalts gewinnen.

Nach der Krise ist vor der Krise

Kurzer Rückblick ins Jahr 2010: Die stärksten Turbulenzen der "Großen Krise" scheinen hinter uns zu liegen. Die Weltwirtschaft hat sich in den zurückliegenden Monaten kräftig erholt, die Börsen haben die Tiefststände von März 2009 deutlich hinter sich gelassen und das große Bankensterben scheint beendet.

Doch irgendetwas scheint falsch zu laufen: Mit Griechenland steht erstmals ein Mitgliedsland der Eurozone vor dem sicheren Staatsbankrott. Der Euro verliert plötzlich seine bisherige Stärke und fällt in kurzer Zeit um rund 25 Prozent gegenüber Dollar und Yen, gegenüber dem Schweizer Franken um 12 Prozent. Die Risikozuschläge verschiedener europäischer Staatsanleihen steigen auf bislang nicht vorstellbare Niveaus.

Im Handstreich wird im Mai 2010 ein gigantischer Euro-Rettungsschirm in Höhe von 750 Milliarden Euro aufgespannt. Die Europäische Währungsunion alter Prägung auf Basis des Maastricht-Vertrags hat in diesem Moment aufgehört zu existieren. Stattdessen wird über Nacht de facto eine Europäische Transferunion ins Leben gerufen. Gleichzeitig verabschiedet sich die Europäische Zentralbank (EZB) von jahrzehntelang strikt verteidigten Grundsätzen und kauft für zweistellige Milliardenbeträge marode griechische Staatsanleihen. Eine ähnliche große Rettungsaktion für Irland und Portugal folgte. Was ist eigentlich passiert?