Festlandbörsen interessant Vermögensverwalter rät zu China-Aktien

Eine chinesische Flagge weht im Wind bei Apartmenthäusern in Beijing. Foto: Getty Images

Eine chinesische Flagge weht im Wind bei Apartmenthäusern in Beijing. Foto: Getty Images

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Im neuen Fünfjahresplan plant Peking ein BIP-Plus von 6,5 Prozent p.a. Damit verlangsamt sich zwar die Wachstumsstory der Volksrepublik, sie gewinnt aber an Qualität. Die Aktienmärkte reagieren positiv, interessant sind insbesondere die sogenannten A-Shares.

Prozentual zweistellige Wachstumsraten gehören in China der Vergangenheit an. Trotzdem ist die wirtschaftliche Dynamik nach wie vor beeindruckend. Gemessen am Jahr 2010 soll sich das BIP bis 2020 glatt verdoppeln. Zudem wächst die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt noch immer zwei- bis dreimal so schnell wie die Industriestaaten der westlichen Welt.

Außerdem findet das Wirtschaftswachstum der Volksrepublik heute auf einem wesentlich höheren Niveau als noch vor wenigen Jahren statt. Absolut betrachtet wächst das BIP dieses Jahr in etwa so stark wie 2009 als die Wachstumsrate noch deutlich im zweistelligen Prozentbereich lag. Gleichzeitig handelt es sich immer mehr um ein qualitativ hochwertiges Wachstum. China kann längst nicht mehr nur schnell und billig. Steigende Löhne zwingen das Land, sich von der Werkbank der Welt zu einem modernen Industriestandort weiterzuentwickeln. Smartphone-Hersteller wie Huawei oder ZTE gehören schon heute zu den weltweiten Technologieführern. Mit der Strategie „Made in China 2015“ will Peking auch in anderen Bereichen wie Automobil, Flugzeugbau oder Maschinen und Anlagen stark an Innovationskraft, Qualität und Effizienz zulegen und zur Weltspitze aufschließen. Kurzum, das Wirtschaftswachstum gewinnt an Qualität.

Harte Landung bleibt aus

Die Transformation von einer investitionsgetriebenen zu einer konsumbasierten Volkswirtschaft kostet zwar etwas Wachstum, es verstetigt dieses aber auch. Das schlägt sich in den Gewinnen chinesischer Unternehmen nieder. Zudem haben die Regierung in Peking und die People`s Bank of China verschiedene Maßnahmen durchgeführt, um die Konjunktur und die Finanzmärkte zu stützen.

Vor diesem Hintergrund setzt sich an der Börse zunehmend die Einschätzung durch, dass Chinas Volkswirtschaft keine Bruchlandung (hard landing) erleidet, sondern nur relativ betrachtet etwas langsamer wächst als in früheren Jahren. Der Shanghai Composite Index hat Ende August seine Talfahrt vorerst beendet und ist seit seinem Tief wieder um rund 20 Prozent gestiegen. Der Leitindex notiert aber immer noch rund 30 Prozent unter seinem Hoch vom Sommer. Der Zeitpunkt ist günstig, in die nach wie vor attraktiven Perspektiven der Volksrepublik zu investieren. Aufgrund der günstigen Bewertungen gilt das insbesondere für die an den Festlandsbörsen notierten Aktien (sogenannte A-Shares).