Fidelity-Experte So können Anleger am Batterie-Boom teilhaben

Arbeiter gewinnt Lithiumkarbonat aus dem Uyuni-Salzsee in Bolivien: Der Rohstoff Lithium wird weltweit für die Akku-Industrie gebraucht und größtenteils als Karbonat-Verbindung gehandelt. | © Getty Images

Arbeiter gewinnt Lithiumkarbonat aus dem Uyuni-Salzsee in Bolivien: Der Rohstoff Lithium wird weltweit für die Akku-Industrie gebraucht und größtenteils als Karbonat-Verbindung gehandelt. Foto: Getty Images

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Die Erfolgsgeschichte der erneuerbaren Energien ist nicht aufzuhalten. Doch mit dem steigenden Anteil von Wind- und Solarenergie an der Stromerzeugung nehmen auch die Schwankungen zu. Denn wenn die Sonne nicht scheint oder eine Flaute herrscht, können die umweltfreundlichen Anlagen keinen Strom erzeugen. Das Problem: Die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien kann sich nicht beliebig der Nachfrage anpassen. Das kann besonders in Zeiten mit sehr hohem Stromverbrauch zu einem Problem werden. Anders als bei der Produktion von Strom aus herkömmlichen Energiequellen, bei denen ein Kohle-  oder Atomkraftwerk die Produktion an die Nachfrage ausrichten kann.

Wie in Zukunft Versorgungssicherheit hergestellt werden kann, ist eines der wichtigsten Themen für die Energiewelt von morgen. Eine zentrale Rolle spielen dabei Batterien, die Strom speichern können. Die Logik ist einfach: Liegen genügend Speicherkapazitäten vor, können die Batterien bei einem Mangel an aktueller Produktion aus Wind- und Solarenergie einspringen und Strom ins Netz einspeisen.

Leistungsstarke Batterien – nur eine Frage der Zeit

Weltweit forschen Entwicklungsabteilungen an hochleistungsfähigen Batterien. Das gilt gerade auch für Automobilhersteller, die derzeit im großen Stil neue Fabriken gründen, um leistungsstarke Batterien herzustellen. Die Reichweiten der Elektrofahrzeuge müssen steigen, damit der Elektromobilität der Durchbruch gelingt. Das setzt bessere Batterien und ein gut ausgebautes Netz an Ladestationen voraus. Elektroautos können in Zukunft sogar ein wichtiger Teil des Energiesystems von morgen werden. Sie könnten in Zukunft einen Beitrag zur Versorgungssicherheit leisten. Denn der in den Batterien gespeicherte Strom könnte als Schwarm gebündelt und in Zeiten eines Engpasses in Stromnetz eingespeist werden. Modellversuche zeigen, dass dies möglich ist.

Leistungsfähigen Batterien gehört die Zukunft. Die Rahmenbedingungen werden immer besser. Die Massenproduktion von Batterien und Speicherkapazitäten wird immer günstiger. So rechnet zum Beispiel Goldman Sachs damit, dass die durchschnittlichen Preise für Batterien pro Kilowattstunde in den kommenden acht Jahren um 63 Prozent sinken. Dieser Trend wird in den nächsten Jahren anhalten.