Fidelity International "2016 wird aktives Management für Kerninvestments wichtiger"

Claude Hellers, Leiter Vertrieb Retail und Wholesale von Fidelity International in Deutschland

Claude Hellers, Leiter Vertrieb Retail und Wholesale von Fidelity International in Deutschland

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2015 durchliefen die Börsen vor allem durch das schwächer als erwartete Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern Turbulenzen. Das Jahr 2016 verspricht ein besseres Aktienjahr zu werden: Der Ausblick für das Wirtschaftswachstum im kommenden Jahr ist vor allem für die Industriestaaten signifikant besser, das schafft positive Rahmenbedingungen für die Aktienmärkte in den USA aber auch in Europa. Angesichts weiterhin sehr niedriger Zinsen kommen Aktieninvestments im kommenden Jahr eine größere Bedeutung zu – gerade auch mit Blick auf Kerninvestments.

Kerninvestments: Klare und transparente Strategie wichtig

Eine besonders wichtige Rolle spielt für die Investoren in diesem Zusammenhang die geeignete Ausrichtung ihrer Kerninvestments, um die herum sich weitere Strategien gruppieren. Kerninvestments bilden – das sagt schon der Name – ein zentrales Element in Anlegerdepots. Deshalb kommt ihnen eine besonders große Bedeutung zu. Gute Kerninvestments sollten eine gut nachvollziehbare, transparente und aktive Strategie verfolgen und – gerade bei langfristigen Investments wichtig – über ein belastbares Risikomanagement verfügen.

Aktuell stehen viele Anleger vor der Frage, mit welchen Strategien sie angesichts des anhaltend niedrigen Zinsniveaus dauerhaft stabile Renditen erzielen können. Langfristig erfolgreiche Strategien kombinieren vor allem zwei Faktoren: Aktives Management und bewährtes Risikomanagement.

Erfolgsfaktor aktives Management

Der erste wichtige Faktor ist der aktive Management-Ansatz. Denn gerade die aktuelle Marktsituation bietet Fondsmanagern, die gezielt in Einzeltitel investieren, sehr gute Rahmenbedingungen. Ein gutes Beispiel liefert derzeit der europäische Aktienmarkt: Viele europäische Unternehmen profitieren von strukturellen Trends etwa in den Bereichen Gesundheit und Software. Diese Trends verschaffen jenen Unternehmen Vorteile, die über geistiges Eigenturm und Innovationskraft verfügen. Wer aber nur passiv einem Index folgt, wird diese Investmentchancen nicht gezielt nutzen können.

Anders jedoch aktive Fondsmanager: Durch intensive Fundamentanalyse und umfassende Unternehmenskenntnisse finden diese Manager genau jene Unternehmen, die über ein gutes Geschäftsmodell, eine starke Wettbewerbsposition und langfristiges Gewinn- und Umsatzpotenzial verfügen. Besonders interessant für ein Investment sind Aktien von Unternehmen, die gegenüber dem breiten Markt unterbewertet sind. Sie bieten langfristiges Kurspotenzial und solide Erträge, von dem Anleger dauerhaft profitieren können.

Kurzfristiges Gewinnstreben und Markstimmungen sind nicht bestimmend

Fondsklassiker wie der Fidelity European Growth Fund* können hier punkten – gerade wenn wieder volatilere Anlagemärkte bevorstehen. Der Fonds feierte in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag und begleitete die Anleger auch hier in Deutschland seitdem durch alle Konjunktur- und Marktphasen. Heute kauft Matthew Siddle, seit 2012 Manager des Fidelity European Growth Fund, „Qualität zum vernünftigen Preis“. Basis für seine Arbeit ist die Suche nach Unternehmen mit soliden Bilanzen. Wichtige Qualitätsmerkmale sind für ihn nachhaltig tragfähige Geschäftsmodelle, eine gute Wettbewerbsposition sowie langfristiges Potenzial in Umsatz- und Gewinnwachstum. Kurzfristige Gewinnerwartungen und Marktstimmungen haben für Matthew Siddle bei der Aktienauswahl hingegen untergeordneter Bedeutung.

Matthew Siddle konzentriert sich bei seiner Titelauswahl auf Unternehmen, die in der Schnittmenge aus guter Qualität und attraktiver Bewertung (also günstigen Kaufpreisen) liegen. Mit diesen Qualitätsaktien stellt Matthew Siddle sein Fondsportfolio zusammen, das solide Renditen und eine geringe Schwankungsanfälligkeit anstrebt – mithin Eigenschaften, über die gerade auch Kerninvestments verfügen sollten.