Finanzplatz-Studie „Frankfurt übernimmt Führungsrolle in Kontinentaleuropa“

Die Landesbank Hessen-Thüringen hat in Frankfurt ihren Hauptsitz im Main Tower. Foto: Helaba

Die Landesbank Hessen-Thüringen hat in Frankfurt ihren Hauptsitz im Main Tower. Foto: Helaba

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Der Finanzplatz Frankfurt hat die Führungsrolle unter den Finanzmetropolen in Kontinentaleuropa übernommen. Zu diesem Ergebnis kommen die Volkswirte der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) in ihrer Jubiläumsstudie „Finanzplatz Frankfurt bewegt sich weiter“.

Herbert Hans Grüntker, Vorsitzender des Vorstands der Helaba, betont: „Im weiterhin intensiven Standortwettbewerb ist es für Frankfurt wichtig, selbstbewusst seine Stärken zu leben und dies der Finanzwelt klar kundzutun. Schließlich hat die Main-Metropole viel zu bieten.“

Zur aktuellen Beurteilung der Finanzplätze Frankfurt, Paris und London haben die Helaba-Volkswirte fünf Kernkriterien herangezogen, die für die nachhaltig erfolgreiche Positionierung eines internationalen Finanzplatzes unverzichtbar sind. Diese sind: Banken, Börsen, finanzbezogene Lehre und Forschung, Trends in der Finanzbranche sowie standortspezifische Qualitäten.

London ist die Nummer eins in Europa


London ist weiterhin unbestritten die Nummer eins unter den europäischen Finanzzentren, aber nicht in jeder Hinsicht führend. Beim Finanzplatz-Kriterium Banken wurde allen drei Standorten eine mittlere Bewertung zugeteilt. Denn die Situation in der Bankenbranche stellt sich nun trotz aller Anstrengungen generell schlechter dar als zum Zeitpunkt der ersten Helaba-Finanzplatzstudie im Jahr 2006.

Der Konsolidierungsdruck hält an, die Anpassungen in der Branche wirken stabilisierend. Die vermehrten Regulierungs- und Aufsichtsanforderungen stellen zwar Kosten für die Banken dar, haben aber zu einer besseren Eigenkapitalausstattung und reduzierten Bilanzrisiken geführt.

Frankfurt durchläuft im Vergleich der europäischen Bankenplätze eine recht solide Beschäftigungsentwicklung. Für Ende 2017 gehen die Analysten von rund 62.000 Mitarbeitern in den Frankfurter Bankentürmen aus, lediglich 1 Prozent weniger als im Herbst 2015. Dabei erweist sich die EZB als Beschäftigungsgarant und sorgt für eine langfristige Attraktivität des Frankfurter Bankenstandorts.

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