Finanztitel schwächeln Commerzbank und Deutsche Bank fliegen aus Indizes

Die Commerzbank muss ihren Platz im Dax räumen. An Stelle des zweitgrößten deutschen Geldinstituts, das seit dessen Einrichtung 1988 im deutschen Leitindex vertreten ist, rückt das Fintech-Unternehmen Wirecard auf. Die Commerzbank zieht im Gegenzug in den MDax ein. Die Entscheidung gab die Deutsche Börse Mittwoch am späten Abend bekannt. Wirksam wird die Neuaufstellung am 24. September.

Über eine mögliche Aufnahme von Wirecard in die Reihe der 30 größten liquidesten deutschen Unternehmen munkelte die Branche bereits vor rund einem Jahr.

Der Grund: Der Bezahldienstleister Wirecard hat seit seinem Börsengang 2005 eine enorme Wertentwicklung hingelegt. Allein seit Jahresbeginn 2017 hat die Aktie um mehr als 300 Prozent zugelegt. In der ersten Jahreshälfte 2018 ist Wirecard dann keck an der Commerzbank vorbeigezogen. Und nicht nur an ihr, sondern mittlerweile auch an Deutschlands größtem klassischen Geldinstitut, der Deutschen Bank. 

Auch die Deutsche Bank wurde jüngst degradiert. Sie fliegt aus dem Index der 50 größten börsennotierten Unternehmen der Eurozone, dem Euro Stoxx 50. Ihre Aktie ist seit Jahresbeginn 2018 um knapp 40 Prozent eingebrochen.

Dem Dax bleibt die Deutsche Bank allerdings vorerst erhalten – als letztes klassisches Geldinstitut.