Finanzwissen Baden-Württemberg macht Wirtschaftsunterricht zur Pflicht

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In Baden-Württemberg wird jetzt Realität, wovon viele Finanzexperten in jüngster Vergangenheit immer lauter öffentlich träumten: Die Schulen des Bundeslandes führen „Wirtschaft“ als Unterrichtsfach ein. Ein wichtiger Punkt innerhalb des Curriculums: Finanzwissen.

Ab dem nächsten Jahr soll zunächst in Real-, Werkreal- und Gemeinschaftsschulen in den Klassen 7 bis 10 Klasse an fünf Wochenstunden „Wirtschaft/ Berufs- und Studienorientierung“ unterrichtet werden. Ein Jahr später erhalten auch Gymnasiasten der Stufen 8 bis 10 drei Wochenstunden Wirtschaftsunterricht.

Ziel des neuen Unterrichtsfachs in Baden-Württemberg sei es, dass „junge Menschen die grundlegenden wirtschaftlichen Zusammenhänge nicht nur erkennen und verstehen, sondern auch kritisch hinterfragen können“, zitiert der Versichererverband GDV die Kultusministerin des Landes Susanne Eisenmann (CDU).

Die Forderung, Finanzbildung bereits Schülern zu vermitteln und diese fit zu machen, reife Entscheidungen von der Aufnahme von Krediten bis hin zur eigenen Altersvorsorge treffen zu können, steht seit geraumer Zeit im Raum. Bundesweit bieten einige Schulen Wirtschaft bereits als Unterrichtsfach an – das Angebot existiert jedoch bislang in keinem Bundesland flächendeckend.

Daneben existieren einige Finanzbildungs-Angebote, die von außen an Schulen herangetragen wurden: So vermittelt beispielsweise der deutsche Fondsverbands BVI Experten, die Schülern im Rahmen von Projekten Finanzwissen nahebringen sollen. Andere Initiativen wie die Internetseite einiger unabhängiger Finanzberater www.finanzkun.de setzen auf öffentlich zugängliche Verbraucheraufklärung.