Flexible Fixed Income Plus Dan Sauer: „Dieser neu aufgelegte Multi-Asset-Fonds schließt bei Nordea eine Lücke“

Dan Sauer ist Geschäftsführer von Nordea Fonds Service mit Sitz in Köln | © Piotr Banczerowski

Dan Sauer ist Geschäftsführer von Nordea Fonds Service mit Sitz in Köln Foto: Piotr Banczerowski

DAS INVESTMENT.com: Bei Nordea steht ein neuer Mischfonds am Start. Soll er die Lücke füllen, die durch das Softclosing des Nordea Stable Return im letzten Herbst möglicherweise entstanden ist?

Dan Sauer: Der Fonds wäre in jedem Fall aufgelegt worden. Er schließt von seinem Ertrags-Risiko-Profil her aber tatsächlich eine Lücke. Man kann ihn in einer Reihe sehen mit unseren zwei Multi-Asset-Fonds Flexible Fixed Income und dem Nordea Stable Return. Der Flexible Fixed Income hat eine Renditeerwartung von Geldmarkt plus 2 Prozent, der Stable Return von Geldmarkt plus 4 Prozent – jeweils jährlich über einen Zeitraum von drei Jahren betrachtet. Der jetzt aufgelegte Flexible Fixed Income Plus mit der ISIN LU0634509953 liegt mit Geldmarkt plus 3 Prozent genau in der Mitte.

Haben Sie keine Möglichkeit gesehen, die Bedürfnisse der Anleger auch durch die beiden anderen Fonds zu befriedigen?

Sauer: In der heutigen Zeit ist 1 Prozent Unterschied in der Renditeerwartung schon gigantisch. Wir haben gesehen: Für bestimmte Bedürfnisse hat der Nordea Stable Return zu viele Aktien und der Flexible Fixed Income ist in seiner Renditeerwartung zu niedrig. Richtig ist aber auch, dass der Bedarf bei Anlegern nach einem neuen Fondsprodukt durch das Soft Closing des Nordea Stable Return noch einmal stark angestiegen ist.

Wie unterscheidet sich die Aktienquote in den drei Fonds, die Sie hier vergleichen?

Sauer: Beim Flexible Fixed Income sind es 0 Prozent. Beim neu aufgelegten Flexible Fixed Income Plus sind es bis zu 15 Prozent. Der Nordea Stable Return darf eigentlich 75 Prozent Aktienanteil haben. In der Vergangenheit waren es jedoch immer zwischen 30 und 50 Prozent.

Rein organisatorisch: Das Management übernimmt einmal mehr das Multi-Asset-Team um Asbjørn Trolle-Hansen. Verantwortlicher Fondsmanager ist in diesem Fall Karsten Bierre. Neueinstellungen planen Sie nicht. Wird das Team mit der neuen zusätzlichen Aufgabe fertig?

Sauer: Das ist keine Mehrarbeit. Das Multi-Asset-Team hat die ganze Zeit über noch viel mehr Strategien gemanagt. In den zehn Jahren, in denen jetzt der Nordea Stable Return besteht, sind aus ihm heraus einige Bestandteile ausgekoppelt worden. Es kommt vor, dass Kunden ein bestimmter Aspekt gefällt und sie ihn isoliert kaufen möchten: Vielleicht hat ihnen die Aktienstrategie gut gefallen, aber sie würden die Asset Allokation oder das Risiko-Overlay gern selbst vornehmen. Deswegen bietet unser Multi-Asset-Team bestimmte Bausteine auch unabhängig an. Strategiebausteine wie etwa „Stabile Aktien“ oder „Long/Short-Aktien“ oder „Emerging-Markets-Aktien“. Die darunterliegenden Ertragstreiber sind also schon da. Sie werden in den drei Fonds nur unterschiedlich zusammengestellt.