Flossbach-Studie zeigt Inflation marschiert schneller

Modell eines geplanten Geschäftsviertels im Pariser Vorort La Défense: Die Immobilienpreise in der Eurozone zogen 2017 um 4,1 Prozent an | © Getty Images

Modell eines geplanten Geschäftsviertels im Pariser Vorort La Défense: Die Immobilienpreise in der Eurozone zogen 2017 um 4,1 Prozent an Foto: Getty Images

Die Vermögenspreise in der Eurozone stiegen per Ende 2017 auf Sicht eines Jahres um satte 5,7 Prozent. In Deutschland ging es sogar um 7,3 Prozent aufwärts. Das meldet das Flossbach von Storch Research Institute im Rahmen seines Vermögenspreisindex. Zum Vergleich: Die offizielle Inflationsrate in der Eurozone liegt im Mai 2018 bei 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, nach 1,2 Prozent im April.

Im Vermögenspreisindex finden nicht die täglichen Ausgaben zum Lebensunterhalt statt, sondern Vermögensgegenstände in Privatbesitz: Immobilien, Firmenvermögen, dauerhafte Konsumgüter, Sammlerstücke, Aktien, Anleihen, Cash und einiges mehr. Und mit diesen Gütern ging es im Wert kräftig bergauf. Der aktuelle Zuwachs ist der höchste seit dem zweiten Quartal 2007. Damals verteuerten sich Vermögen um 6,8 Prozent.

Die höchste Rate Ende 2017 verzeichnet Portugal mit plus 9,8 Prozent, die niedrigste findet sich in Finnland: 1,4 Prozent. Ansonsten ziehen die Preise im Norden stärker an als im Süden (siehe Grafik).

In den einzelnen Vermögensklassen verteuerten sich vor allem Betriebsvermögen (Business Wealth). Sie legten um satte 27,1 Prozent zu. Sammlerstücke verloren hingegen 2,1 Prozent an Wert. Finanzanlagen stagnierten beinahe. Hier melden die Institutler lediglich ein Plus von 0,6 Prozent, was natürlich mit den Finanzmärkten zu tun hat. Anleihen waren zuletzt schwach (minus 1,0 Prozent), Gold auch.

Die gesamte Studie (in englischer Sprache) mit allen Einzeldaten lässt sich als PDF-Datei hier herunterladen.