Flugzeugbau-Fehlerquote Wie Veritas in seinem Mischfonds zu 99,9999 Prozent größere Verluste verhindert

Höher hinaus: Wie im Flugzeugbau wird auch bei dem Veri Multi Asset Allocation eine Ausfallquote von 1 : 1 Million angegeben. Foto: Getty Images

Höher hinaus: Wie im Flugzeugbau wird auch bei dem Veri Multi Asset Allocation eine Ausfallquote von 1 : 1 Million angegeben. Foto: Getty Images

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1 : 1 Million

Mit dieser im modernen Flugzeugbau geläufigen Fehlerquote operieren auch die Manager des Veri Multi Asset Allocation (R) der Fondsboutique Veritas Investment. Anders ausgedrückt: Nicht 99 Prozent oder 99,9 Prozent, sondern 99,9999 Prozent beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass die festgelegte Wertuntergrenze des Fonds nicht unterschritten wird.

Grundlage für den hauseigenen Risk@Work-Ansatz, der genau das gewährleisten und gleichzeitig dafür sorgen soll, dass Renditechancen erhalten bleiben, ist das Kelly-Kriterium. 1956 vom US-Physiker John L. Kelly entwickelt, lässt es sich als Instrument zur Portfolio-Optimierung einsetzen. „Kelly gebührt eigentlich mindestens ein so großer Bekanntheitsgrad wie Markowitz“, sagt Veritas-Investment-Geschäftsführer und Portfoliomanagement-Leiter Hauke Hess. Schlägt doch eine Kelly-Strategie unter gewissen Annahmen langfristig alle anderen Portfoliomanagement-Methoden, also auch die von Markowitz.

Das gilt insbesondere mit Blick auf die Bestimmung des Risikobudgets. Hess: „Kelly hilft dem Multi-Asset-Portfoliomanager dabei, Assetklassen im Portfoliokontext unter Risikokapitalrestriktionen objektiv zu beurteilen und ein geeignetes Gewicht zu ermitteln.“ Dabei sieht der Fondsmanager ein weiteres großes Plus gegenüber der verbreiteten Portfoliotheorie: „Bei hinreichender Datenhistorie kann das auch völlig prognosefrei geschehen. Markowitz benötigt dagegen immer präzise eintreffende Prognosen über künftige Renditen und Korrelationen – eine unrealistische und gefährliche Voraussetzung, da Schätzfehler zu desaströsen Ergebnissen führen können.“

Prognosefrei und streng systematisch: Das passt zur Ausrichtung von Veritas Investment. „Was uns auszeichnet“, erklärt Hess in diesem Zusammenhang, „ist die Sturheit, mit der wir an unseren Prozessen festhalten.“ Denn die haben sich vielfach bewährt. Im Zentrum des Risk@Work-Konzepts, das 2007 von der Schwestergesellschaft Veritas Institutional entwickelt wurde, steht das Risikobudget.

Beim Veri Multi Asset Allocation (R) soll das Konzept dafür sorgen, dass der Preis für den Fonds nie unter 90 Prozent des Jahresanfangswerts rutscht – jedenfalls mit der eingangs genannten Wahrscheinlichkeit, also von 1:1 Million. Dabei wird außerdem die Untergrenze immer dann nach oben angepasst, wenn der Fonds zusätzlich 3 Prozent Rendite eingefahren hat.