Fonds-Analyse Bis zu 7 Prozentpunkte Performance-Lücke bei Mischfonds

Die vom Hamburger Analysehaus Absolut Research für eine aktuelle Studie untersuchten Mischfonds am deutschen Markt investieren in eine Kombination aus Aktien und Anleihen (Balanced), die gegebenenfalls um weitere Anlageklassen wie Immobilien, Rohstoffe oder Alternatives ergänzt wird (Multi Asset). In der Analyse "Mischfonds - Asset-Manager-Performance in verschiedenen Risikokategorien" werden die Eigenschaften, Asset-Allokation, Kosten und Entwicklung der Fonds in Abhängigkeit von der Höhe ihres Aktienanteils betrachtet.

Je nach Höhe der Aktienquote lassen sich deutliche Rendite-Unterschiede erkennen. Sowohl auf globaler als auch europäischer Ebene erzielten die Produkte mit dem höchsten Aktienanteil über fünf Jahre den höchsten Wertzuwachs. In diesem Zeitraum liegt die jährliche Rendite zwischen 8 und 9 Prozent, gefolgt von Produkten mit moderatem und flexiblem Risikoprofil. Die niedrigste Performance erwirtschafteten anleiheorientierte Mischfonds.

Kosten und hohe Liquidität drücken die Rendite

Wird die Performance der verschiedenen Mischfondssegmente mit einer passenden Benchmark verglichen, dann bleiben die Fonds im Mittel deutlich hinter dem Markt zurück. Ein Grund für diese Performance-Unterschiede sind die von den Fondsanbietern vereinnahmten Kosten. Ein weiterer Aspekt dürfte die schwache Entwicklung zusätzlich beigemischter Asset-Klassen wie etwa Rohstoffe sein. Hinzu kommt die von den Fonds gehaltene Cash-Quote von rund 15 Prozent.

Indexierte Wertentwicklung von Multi-Asset-Fonds in Relation zu verschiedenen Benchmarks

Quellen: Absolut Research GmbH, Indexanbieter, Datenstand: 31.12.2016

Die besten 10 Prozent der untersuchten Mischfonds schafften es in allen Risikoklassen, die jeweilige Benchmark vor Kosten zu schlagen. Der Renditeunterschied von bis zu 5 Prozentpunkten im Jahr zwischen Top-Fonds und dem Durchschnitt der untersuchten Produkte betont die Wichtigkeit einer sorgfältigen Fonds- und Managerauswahl.