Fonds-Porträt: BB Adamant Emerging Market Healthcare (Lux) „Gesundheitssektor schneidet in Schwellenländern langfristig besser ab als der breite Markt“

Kinder in Peking, China, neben dem Logo der Fastfoodkette McDonalds: Ein zunehmend westlich geprägtes Konsumverhalten belebt die Gesundheitsbranche in den Emerging Markets | © Getty Images

Kinder in Peking, China, neben dem Logo der Fastfoodkette McDonalds: Ein zunehmend westlich geprägtes Konsumverhalten belebt die Gesundheitsbranche in den Emerging Markets Foto: Getty Images

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Die Schwellenländer gewinnen nicht nur wirtschaftlich an Bedeutung. Auch die demografische Entwicklung beschleunigt sich. Trends wie der der Überalterung nehmen auch hier bedeutend zu – und erweisen sich als Treiber für das Wachstum des Gesundheitssektors. Beispielsweise werden in China in 30 Jahren 400 bis 500 Millionen Menschen über 60 Jahre alt sein. Zudem hält auch der westliche Lebensstil vermehrt und mit voller Wucht in dieser Region Einzug. In China allein werden bereits heute über 100 Millionen Diabetiker geschätzt. Dies bedeutet, dass die Nachfrage nach Gesundheitsprodukten- und Dienstleistungen stark zunehmen wird.

Gleichzeitig werden viele Investitionen in die Infrastruktur des Gesundheitswesens getätigt. Mittels regulatorischer Eingriffe wird die Qualität der Produkte wie auch die Sicherheit der Patienten laufend verbessert. Medikamentenhersteller mit hochwertigeren Produkteportfolios und Pipelines werden Marktanteile gewinnen. Zudem werden es sich in den nächsten Jahren immer mehr Menschen leisten können, Gesundheitsprodukte zu beziehen.

Der Fonds bietet einen defensiven Zugang zu den Emerging Markets. Somit stellt er eine Investition in das Aufholrennen in einem Sektor dar, der vermehrt durch die gleichen strukturellen Trends getrieben wird wie in der industrialisierten Welt, für den aber heute bis zu 25 Mal weniger pro Einwohner ausgegeben wird.

Von den Trends profitieren

Mit unserem Team, das aus einem interdisziplinären Mix aus Branchenexperten mit langjähriger Erfahrung, Biochemikern, Naturwissenschaftlern und Ökonomen in der Zentrale und vor Ort besteht, beobachten wir den Markt genauestens. Das Anlageuniversum umfasst rund 200 Firmen. Den Schwerpunkt bilden reifere Unternehmen mit etablierten Geschäftsmodellen, die von den Trends in den Emerging Markets profitieren. Wir gehen davon aus, dass vor allem lokale Gesellschaften das Wachstum abgreifen können. Der Fonds ist diesbezüglich optimal aufgestellt, denn er bietet Zugang zu den lokalen Märkten, beispielsweise in Indien, Brasilien und China (H und A-Aktien).

Bei der Auswahl unserer Titel verfolgen wir einen globalen Bottom-Up-Ansatz, der von Fundamentaldaten getrieben wird.. Wir wählen Titel aus, die überdurchschnittlich wachsen und gleichzeitig günstig bewertet sind. Konkret richten wir uns bei der Auswahl nach acht Kriterien – vier sind qualitativ und vier sind quantitativ.

Um die Qualität eines Unternehmens zu bestimmen, analysieren wir das Management, die Pipeline, das operative Risiko sowie das Länderrisiko. Zusätzlich wollen wir wissen, wie eine entsprechende Gesellschaft im Verhältnis zu ihrem Wachstum bewertet ist und wie profitabel sie ist.

Bei den quantitativen Faktoren achten wir auf Kennzahlen:

  • das Kurs/Gewinn-Wachstums-Verhältnis (Price/Earnings-Growth-Ratio, PEG-Ratio),
  • das Kurs/Umsatz-Verhältnis (Price/Sales-Ratio),
  • der Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization, EBITDA-Marge) und zu guter Letzt
  • das Umsatzwachstum.