Squad-Fonds von Discover Capital Wert-Entdecker: Mit Blick auf Value-Kriterien und Spezialsituationen

Qualität im Fokus: Die Manager der Squad-Fonds setzen auf unterschätzte kleine und mittelgroße Unternehmen | © Getty Images

Qualität im Fokus: Die Manager der Squad-Fonds setzen auf unterschätzte kleine und mittelgroße Unternehmen Foto: Getty Images

Erfolgsgeschichten weisen häufig Parallelen auf. Das zeigt auch der Fall von Discover Capital: Stephan Hornung gründete 2004 gemeinsam mit Christian Struck nach fünf Jahren bei der Pullacher Vermögensverwaltung DJE die Fondsberatung Discover Capital und legte den Nebenwerte-Fonds Squad Value auf.

Zwölf Jahre später: Die ehemaligen Studienkollegen Fabian Leuchtner und Dimitri Widmann gründen nach drei Jahren beim Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch die Aguja Capital und starten den Squad Aguja Opportunities – gemeinsam mit Discover Capital.

Die Fondsberater-Gespanne konzentrieren sich auf akribische Analyse, um Investmentgelegenheiten zu identifizieren, die andere übersehen. Dabei stehen Value-Kriterien und Spezialsituationen im Zentrum. So haben sich Hornung und Struck einen Ruf als Spezialisten für deutsche und europäische Nebenwerte erarbeitet. Hornung: „Wir sind Stockpicker und konzentrieren uns auf die einzelnen Unternehmen und ihre Bewertungen. Dabei schätzen wir familiengeführte Firmen wie Hunter Douglas, Weltmarktführer für Fensterabdeckungen, oder den Korkenhersteller Amorim.“

Ein klarer Fokus liegt auf Small- und Midcaps, die bei Analysten und großen Investoren nur wenig Beachtung finden; sie sollten überdurchschnittliche Wachstumsaussichten und ein attraktives Geschäftsmodell aufweisen und mit günstigen Bewertungskennzahlen überzeugen.

Besonders wichtig dabei: schwarze Schafe auszusortieren, die bei genauer Analyse der Bilanzkennzahlen Unstimmigkeiten offenbaren. Idealerweise gibt es zudem einen Trigger, der dafür sorgt, dass sich das Kurspotenzial des jeweiligen Papiers entfaltet. Das können etwa Aufnahmen in den Index sein oder andere Ereignisse. So rechnet Hornung etwa damit, dass der britische Spieleentwickler Games Workshop vom Brexit zusätzlich profitieren wird.

Zweiter Strategie-Baustein des Squad Value sind Spezialsituationen, die dem Portfolio vor allem zusätzliche Stabilität verleihen sollen. Auch hier sind Übernahmen zu nennen, vor allem solche mit einer Chance auf Nachbesserung des Angebots. Zudem halten Hornung und Struck Ausschau nach Garantiedividende und Unternehmensanleihen mit unterschätzter Qualität.