Fondsgesellschaften-Fusion Darf Pesarini Mainfirst übernehmen?

Luca Pesarini, Ethenea-Hauptanteilseigener und Fondsmanager | © Foto: Jürgen Heppeler

Luca Pesarini, Ethenea-Hauptanteilseigener und Fondsmanager Foto: Foto: Jürgen Heppeler

Kürzlich wurde bekannt: Ethenea-Hauptanteilseigner und Fondsmanager Luca Pesarini steckt begehrlich seine Fühler in Richtung der Frankfurter Bank Mainfirst aus: Seine Firma Haron Holding, die 95 Prozent der Anteile an Ethenea hält, will ihr Engagement bei Mainfirst auf über 70 Prozent erhöhen.

Der Fall liegt derzeit bei der Bafin: Die deutsche Finanzaufsicht prüft, ob die umfangreiche Anteilsübernahme rechtens ist. Dabei soll sie unter anderem sicherstellen, dass die Struktur der Beteiligungen das Unternehmen nicht intransparent machen und eine wirksame Aufsicht gewährleistet ist. Ob sie den Deal genehmigen wird, steht noch nicht fest. Über den Stand der Überprüfung durch die Bafin berichtet das Fachportal finanzen.net.

Das erste Anteilspaket, das Pesarini von Mainfirst erworben hatte, stammte ursprünglich von Mainfirst-Gründer Patrick Bettschneider, der das Unternehmen 2014 verlassen hatte. Bettschneiders Anteile in Höhe von 22 Prozent an Mainfirst waren ins Fondsvermögen des von Mainfirst selbst verwalteten Mainfirst Fonds Top European Ideas geflossen. Obwohl rechtlich zulässig, begegneten institutionelle Investoren diesem Übertrag mit Misstrauen: Die enge Verquickung der Eigenfinanzierung mit dem Investmentgeschäft der Bank ließ institutionelle Investoren in großem Umfang Gelder aus dem Fonds abziehen. Als Reaktion darauf hatte die Bank das strittige Aktienpaket 2014 an Pesarinis Haron Holding weiterverkauft.