Fondspolicen: Manager statt Garantie

Claus Mischler (links) von Standart Life und Marc Tüngler vom DSW sind sich sicher, dass Fondsmanager so gut sind, dass keine Garantien mehr nötig sind.

Claus Mischler (links) von Standart Life und Marc Tüngler vom DSW sind sich sicher, dass Fondsmanager so gut sind, dass keine Garantien mehr nötig sind.

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Lohnt es sich, Geld professionellen Vermögensverwaltern anzuvertrauen – oder ist das Kapital besser in passiven Fonds angelegt, die einfach einen Index wie den Dax abbilden? Das ist die Gretchenfrage bei der Investition in Fonds.

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) kommt in einer aktuellen Studie zu einer durchwachsenen Antwort. „Etliche aktiv gemanagte Fonds schaffen es langfristig tatsächlich, besser abzuschneiden als die entsprechende Benchmark“, sagt DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler. „Das Vorurteil, dass Fondsmanager nicht in der Lage sind, den Markt zu schlagen, ist damit also widerlegt.“ Es sind allerdings nicht sehr viele, die das erreichen. Von 1.284 untersuchten Fonds ist es nur 238 gelungen, in den vergangenen zehn Jahren nach Abzug der Verwaltungskosten eine höhere Rendite als Vergleichsindizes zu erwirtschaften, die ähnliche Anlageklassen abbilden. Rund drei Viertel der Fonds haben es geschafft, immerhin genauso gut wie der Markt zu sein.

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Die Versicherungswirtschaft ist von den Segnungen eines aktiven Vermögensmanagements jedenfalls überzeugt. Schon seit einigen Jahren nehmen Anbieter fondsgebundener Policen verstärkt professionell gemanagte Fonds in ihr Programm auf. Den Anfang machten die meisten Gesellschaften mit dem erfolgreichen Mischfonds Carmignac Patrimoine. Inzwischen finden sich in der Angebotspalette der Assekuranz zahlreiche aktiv verwaltete Fonds.