Fondsporträt Fidelity Zins & Dividende Die Fünf steht

Eugene Philalithis, Manager des Fidelity Zins & Dividende

Eugene Philalithis, Manager des Fidelity Zins & Dividende

Durchschnittlich 5 Prozent jährliche Erträge, die an die Anleger ausgeschüttet werden – das ist das Ziel, das sich Eugene Philalithis für den Fidelity Zins & Dividende setzt. Mit seinem Co-Manager Nick Peters steht ihm dabei die gesamte Klaviatur von Anlageklassen und Regionen zur Verfügung: Beide können weltweit in Aktien und Anleihen unterschiedlicher Bonität investieren und auch alternative Anlagen wie Infrastruktur-Anlagen, Kreditverbriefungen oder Reits nutzen.

Wie die Anlageklassen jeweils gewichtet werden, entscheidet Philalithis anhand der aktuellen Wirtschaftslage, ergänzt um quantitative Modelle sowie Stimmungs- und technische Indikatoren. Dabei greift er mit seinem Team auf die hauseigene Research-Abteilung zurück. „Derzeit machen traditionelle Ertragsquellen wie Investment Grade- und Hartwährungs-Anleihen aus Schwellenländern 16 Prozent des Portfolios aus“, erläutert der Fidelity-Manager. Bei Auflegung des Fonds im November 2014 lag die Gewichtung dieser Anlageklassen noch bei 30 Prozent.

Ertragreichere Anlageklassen wie Dividendenaktien hat Philalithis hingegen aufgestockt, ihr Anteil am Portfolio beträgt aktuell 24 Prozent. Dazu gehören Titel wie Johnson & Johnson, Glaxo Smith Kline und British American Tobacco. Auch Hochzinsanleihen und Lokalwährungsanleihen aus Schwellenländern spielen eine wichtigere Rolle. Philalithis: „Aktuell liegt dieser Anteil des Portfolios bei 48 Prozent – 3 Prozentpunkte höher als bei Auflegung des Fonds. Insbesondere in Schwächephasen wollen wir diesen Anteil weiter aufstocken.“

Bei der Titelauswahl für die jeweiligen Anlageklassen stehen weniger Einzeltitel im Fokus als Strategien, die hausintern zu so genannten Pools zusammengefasst werden: „So macht etwa die Strategie ‚Asiatische Dividendentitel’ derzeit 6,5 Prozent des Portfolios aus“, erläutert Philalithis. Dabei stehen nicht nur die hausinternen Pools zur Wahl, sondern auch Einzeltitel und ETFs.

Diese Instrumente nutzt der Fidelity-Manager, um bestimmte Themen zu spielen: „Ein Beispiel ist der britische Reit Tritax. Das Unternehmen ist auf Lagerhäuser für Einzelhändler spezialisiert und profitiert davon, dass die Briten zunehmend online einkaufen.“ Zu den ETFs, auf die das Team derzeit zurückgreift, gehört unter anderem der I-Shares Dollar Corporate Bonds.

Mit diesem Anlagekonzept schneidet der Fonds derzeit im FWW-Gruppenvergleich Mischfonds defensiv Welt gut ab. So belegt er im Ein-Jahres-Zeitraum mit einem Plus von 3,5 Prozent unter 310 Vergleichsfonds Rang 7 (Stichtag 6. Dezember). Seit Jahresbeginn legte er sogar um 5,1 Prozent zu. Damit dürften die Manager ihr 5-Prozent-Ziel erneut schaffen. Philalithis: „Wir gehen davon aus, dass US- und asiatische Hochzinsanleihen entscheidend dazu beitragen werden. Eine wichtige Rolle werden auch die Schwellenländeranleihen in Lokalwährung spielen.“ Ein bestimmtes Volatilitäts-Ziel verfolgen die Manager nicht, allerdings steht der Kapitalerhalt im Fokus.

Vom Ausgang der US-Präsidentschaftswahl zeigt sich Philalithis weitgehend unbeeindruckt: „Wir hatten das Portfolio bereits vorab entsprechend justiert, um für etwaige Überraschungen gewappnet zu sein“, erläutert Philalithis. Generell ist er mit seinem Team derzeit dabei, das Portfolio unabhängiger von den Aktivitäten der Zentralbanken zu positionieren.

Dafür nutzen die Fidelity-Manager unter anderem Kreditverbriefungen mit ihrer gleitenden Verzinsung. „Da sich die Aussichten für die Geldpolitik insgesamt eintrüben, sind wir zudem auf der Suche nach Anlageklassen, die von der lockeren Zentralbankpolitik der jüngsten Zeit nicht profitiert haben, ergänzt Philalithis. Dazu zählt er unter anderem Schwellenländeranleihen in Lokalwährung und asiatische Investment-Grade-Anleihen. Für Staatsanleihen bleibe das Umfeld jedoch herausfordernd – vor allem, wenn die Inflation weiter anziehe.

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