Fondsporträt Guliver Demografie Sicherheit Kein Mischfonds von der Stange: Rendite-Kick durch Gold und Baby-Boomer

Guido Lingnau, Vermögensverwalter des Mischfonds Guliver Demografie Sicherheit

Guido Lingnau, Vermögensverwalter des Mischfonds Guliver Demografie Sicherheit

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Der Name Guliver – mit nur einem L und daher nicht zu verwechseln mit der Figur Gulliver aus dem Roman Gullivers Reisen – steht für die Vermögensverwaltung Guido Lingnau mit Sitz in Berlin.

Das 1999 gegründete Unternehmen ist ein Familienbetrieb par excellence, denn das Gründerteam besteht aus den drei Brüdern Guido, Marcel und Stephan Lingnau. Dabei übernimmt Guido Lingnau unter anderem das Management der beiden Mischfonds Guliver Demografie Sicherheit und Guliver Demografie Wachstum, bei denen das Thema Demografie – der Name deutet es an – eine zentrale Rolle spielt.

„Bereits im Gründungsjahr habe ich angefangen, mich mit dem Zusammenhang zwischen der demografischen Entwicklung und der Entwicklung der Aktienmärkte zu befassen“, erläutert Lingnau, der damals nach Erklärungen für die unterschiedliche Entwicklung der Aktienmärkte in den USA und Japan suchte. Seine Erkenntnis: „Der Erfolg hängt entscheidend mit der Bevölkerungsstruktur zusammen – genauer gesagt, mit der Stärke der Baby-Boomer-Generation.“

Diesen Zusammenhang versucht er seit 2009 in seinen Fonds umzusetzen. So analysiert er derzeit regelmäßig für etwa 50 Länder, die das Baby-Boomer-Kriterium erfüllen, wie sich Inflation, Zinsen, die wirtschaftliche Dynamik, die Risiko- und Innovationsbereitschaft sowie die Sparquoten entwickeln.

Insgesamt hat Lingnau diverse Anlageklassen für den Guliver Demografie Sicherheit auf dem Radar: Den Schwerpunkt bilden Euro-Anleihen aus Ländern mit guter bis sehr guter Bonität – und zwar mit und ohne Inflationsschutz sowie einer sehr langen oder sehr kurzen Laufzeit, je nach demografischer Lage. „Wir mischen auch Papiere bei, die auf Hartwährungen wie dem US-Dollar lauten“, sagt Lingnau. Zudem kauft er in kleinerem Umfang langlaufende Euro- oder Dollar-Anleihen aus Ländern mit sich verbessernder Bonität sowie Lokalwährungs-Anleihen aus Ländern mit rückläufiger Inflation.