Forscher Fidelity-Fondsmanager „Ich glaube nicht an Warren Buffett“

Werbeplakat für das Videospiel „Grand Theft Auto IV“ (Archivbild von 2008): Mit dem Action-Spiel setzte Hersteller Take-Two Activision neue Maßstäbe. Die Aktie ist genau nach dem Geschmack von Fidelity-Fondsmanager Mark Schmehl. | © Getty Images

Werbeplakat für das Videospiel „Grand Theft Auto IV“ (Archivbild von 2008): Mit dem Action-Spiel setzte Hersteller Take-Two Activision neue Maßstäbe. Die Aktie ist genau nach dem Geschmack von Fidelity-Fondsmanager Mark Schmehl. Foto: Getty Images

Mark Schmehl hat seine ganz eigene Vorstellung davon, wie man einen Aktienfonds führt. Der Fondsmanager verspottet Investoren-Gott Warren Buffett, empfindet Aktienanalyse als überbewertet und bezeichnet auch andere Investmentregeln als totalen Quatsch. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Bloomberg.

„Ich glaube nicht an Warren Buffett“, zitiert das Magazin Schmehl. „Ich setze auf innovative Dinge, die die wachsen und die Welt verändern.“ Auch teuren Aktien steht Schmehl wohl furchtlos gegenüber. „Bewertungen sind für mich ein unwesentlicher Teil des Prozesses“, sagte er. „Sie sind die am wenigsten brauchbare Information, die Sie je bekommen können.“

Schmehl verantwortet die Aktienfonds Fidelity Special Situations und Canadian Growth Company. Sie brachten laut Morningstar seit Jahresbeginn in Kanadischen Dollar plus 17,6 beziehungsweise plus 14,2 Prozent (Stand: 14. Dezember 2017). Der Aktienindex S&P/TSX Completion legte in der Zeit im lediglich 4,5 Prozent zu. Die Fonds sind in Deutschland nicht zum Vertrieb zugelassen.

Der forsche Fondsmanager sucht nach Industrien, die sich stark verändern. Das können heruntergewirtschaftete Branchen sein, in denen plötzlich wieder Hoffnung schimmert. Oder Aktien, die ihre Branchen kontinuierlich verändern. Beispiele hierfür sind der Zahlungsdienstleister Paypal und der Spieleanbieter Take-Two Interactive. Außerdem mag er „alles“ im aufstrebenden Markt für Kryptowährungen.

Und wie lange will er mitmischen? Hier zitiert Bloomberg: „Ich sage den Leuten immer, dass ich den Trend bis zum Ende reiten will und darüber hinaus. Ich werde die besten Aktien bis zum Schluss besitzen.“ Auch mögliche Kursverluste könnten ihn davon nicht abhalten.