Forscher zu den Rentenplänen der Groko Langfristig müsste die Mehrwertsteuer auf 26 Prozent steigen

Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Rentenniveau soll nicht unter 48 Prozent sinken, steht im Koalitionsvertrag der Großen Koalition. | © Getty Images

Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Rentenniveau soll nicht unter 48 Prozent sinken, steht im Koalitionsvertrag der Großen Koalition. Foto: Getty Images

Die Große Koalition hat sich ehrgeizige Pläne zur Verbesserung der Rente hierzulande vorgenommen. Unter anderem soll es das Rentenniveau nicht unter 48 Prozent sinken und der Beitrag gleichzeitig nicht höher als 20 Prozent steigen.

Das dürfte aber durchaus teuer werden. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, kommen Forscher des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik zu dem Ergebnis, dass dem Rentensystem schon bald das Geld für die Realisierung dieser Pläne fehlen würde. Bereits 2023 würde die Haltelinie danach für das Rentenniveau unterboten. 2025 dann würde dann auch der Beitragssatz von 20 Prozent kassiert.

Um die Haltelinien auch 2025 zu finanzieren, bräuchte der Staat 11 Milliarden Euro – 2030 wären es schon 45 Milliarden Euro und 2048 mehr als 125 Milliarden Euro im Jahr.

Könnte man die Kosten über Steuern ausgleichen?

Ja, durchaus. Aber auch das würde sehr teuer, wie Forscher um den Rentenexperten Axel Börsch-Supan ermittelt haben. Würde man die Kosten auf die Mehrwertsteuer umschlagen, bräuchte man 2030 statt 19 Prozent Mehrwertsteuer 22 Prozent. Langfristig müsste die Steuer 26 Prozent betragen, heißt es im Bericht der Süddeutschen weiter.

Eine andere Alternative – nämlich die Erhöhung des Renteneintrittsalters – wäre wohl ebenfalls unpopulär. Bis 2030 müsste es auf 69 Jahre steigen, bis 2045 auf 71 Jahre.