Franklin K2 Alternative Strategies Fund Maximal nach oben, reduziert nach unten

Händler an der Wallstreet. In der ersten Woche des Jahres verlor der MSCI World 6,1 Prozent, der Franklin K2 Alternative Strategies Fund konnte die Verluste mit 1,7 Prozent deutlich besser begrenzen. | © Getty Images

Händler an der Wallstreet. In der ersten Woche des Jahres verlor der MSCI World 6,1 Prozent, der Franklin K2 Alternative Strategies Fund konnte die Verluste mit 1,7 Prozent deutlich besser begrenzen. Foto: Getty Images

2012 hat Franklin Templeton die Mehrheit an dem Unternehmen K2 Advisors übernommen und damit das Angebot weiter diversifiziert in Richtung alternative Strategien. K2 Advisors war lange vor allem in Dachhedgefonds-Geschäft tätig, hatte sein Geschäftsfeld dann erweitert, und zusammen mit Franklin Templeton machte das New Yorker Unternehmen den nächsten Schritt: einen Fonds, der in mehrere alternative Strategien investiert und den UCITS-Regeln entspricht.

Der in Luxemburg aufgelegte Franklin K2 Alternative Strategies Fund ist mittlerweile zwei Jahre am Markt und hat ein Volumen von über einer Milliarde US-Dollar. „Wir wollen bei einer täglichen Liquidität risikoadjustierte Erträge erzielen, die eine vergleichsweise geringe Korrelation zu traditionellen Anlagen aufweisen“, erklärt Fondsmanager und K2-Mitgründer David Saunders. Er will langfristig aktienähnliche Erträge erzielen und das bei Schwankungen, wie man sie aus der Vergangenheit von den Anleihemärkten kennt. „Wir streben nach maximaler Beteiligung in Aufwärtsmärkten durch dynamische Aufteilung des Portfolios auf verschiedene alternative Strategien und Manager. Gleichzeitig reduzieren wir das Risiko in Abwärtsmärkten“, so Saunders. Im Anlegerportfolio ist der Fonds damit eine gute Ergänzung zum Aktien-Anleihe-Mix.

Ein wichtiger Hebel für den Erfolg des Fonds ist die Auswahl der Manager und Strategien. Aus dem Universum aus weltweit über 10.000 Hedgefonds-Managern haben die K2-Leute mehr als 500 Manager genauer im Blick und verfolgen deren Wertentwicklung. Genehmigt als potenzielle Manager für das Portfolio sind allerdings nur 8 bis 20 Manager, zurzeit teilen sich zwölf Manager das Portfolio.

Anlegergeld bleibt bei der Depotbank

Mit einem klassischen Hedgefonds hat der Fonds nur die Art der Strategien gemein. Die Struktur entspricht den UCITS-Regeln, ist täglich handelbar und deutlich transparenter. Auch ist der Fonds kein Dachhedgefonds. Die Anlegergelder fließen nicht in einzelne Zielfonds, sondern bleiben bei der Depotbank von Franklin Templeton. Die für die einzelnen Strategien beauftragten Manager teilen dem Fondsmanagement mit, was gehandelt werden soll. Die Ausführung liegt bei Franklin Templeton. Saunders kann so jederzeit sehen, welche einzelnen Positionen in dem Fonds sind.

Das Portfolio ist auf vier große Strategien verteilt. Relative Value hat einen Anteil zwischen 30 und 45 Prozent. Zurzeit liegt er bei rund 41 Prozent. Vier Manager mit unterschiedlichen Sub-Strategien sind für diesen Bereich beauftragt. Der zweitgrößte Bereich ist aktuell Long-Short-Equity mit knapp 30 Prozent, um den sich fünf Manager kümmern. Grundsätzlich hat die Strategie einen Anteil von 25 bis 40 Prozent am Gesamtportfolio. Zwischen 10 und 30 Prozent ist Event Driven gewichtet. Aktuell sind hier nur knapp über 10 Prozent investiert, mit der Strategie von P. Schoenfeldt Asset Management. Der vierte Bereich, Global Macro, kann ein Gewicht zwischen 0 und 30 Prozent einnehmen und macht zurzeit knapp 20 Prozent aus. Zwei Manager sind aktuell hierfür zuständig.

Die Allokation der Strategien wird kontinuierlich an die Markterwartungen angepasst. Seit Auflegung des Fonds sind die Anteile von Global Macro und Relative Value am Portfolio stetig gewachsen, zulasten der anderen beiden Strategien.

Verlustbegrenzung funktioniert

Auf Jahressicht zu Ende September hat die nicht währungsgesicherte Euro-Variante des Fonds knapp 2 Prozent zugelegt. Seit Auflegung Mitte September 2014 waren es gut 21 Prozent. Die Standardabweichung über ein Jahr liegt bei etwa 8 Prozent.

In den fünf schlechtesten Handelswochen des globalen Aktienindex MSCI World seit Auflegung des Fonds konnte der Fonds die Verluste jeweils deutlich besser begrenzen. So auch bei den starken Kurseinbrüchen im Januar. In der ersten Woche des Jahres verlor der MSCI World 6,1 Prozent, der Fonds nur 1,7 Prozent (beides auf Dollar-Basis).