Frankreich-Anteile Je 20 Aktien- und Rentenfonds analysiert: So viel Le-Pen-Risiko steckt in Europa-Fonds

Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen bei einer Wahlkampfveranstaltung am 26. Februar in Lyon | © Getty Images

Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen bei einer Wahlkampfveranstaltung am 26. Februar in Lyon Foto: Getty Images

Im April wählt Frankreich einen neuen Präsidenten – oder eine neue Präsidentin. Ein Wahlsieg von Le Pen gilt gegenwärtig zwar als unwahrscheinlich. Nach dem Demoskopen-Debakel beim Brexit und der Trump-Wahl ist die Nervosität dennoch spürbar – vor allem in Anbetracht eines drohenden französischen Euro-Ausstiegs.

Inwiefern würde ein Wahlsieg von Le Pen deutsche Anleger betreffen? Zur Beantwortung dieser Frage hat Scope Analysis den Frankreich-Anteil der jeweils 20 größten Aktien- und Rentenfonds mit europäischem Fokus untersucht. Zusammen verwalten die betrachteten Fonds mehr als 100 Milliarden Euro – davon sind aktuell rund 17 Milliarden Euro in Frankreich investiert.

Indexfonds: Bis zu 1/3 in Frankreich investiert

Aufgrund der hohen Marktkapitalisierung französischer Unternehmen haben europäische Aktienmarktindizes einen hohen Frankreich-Anteil: Der Euro Stoxx 50, der die 50 größten börsennotierten Unternehmen der Eurozone repräsentiert, hat einen Frankreich-Anteil von fast 35 Prozent – zum Vergleich: Deutschland folgt auf Rang zwei mit knapp 32 Prozent.

In den breiter gefassten und auch Großbritannien umfassenden Indices MSCI Europe und Euro Stoxx 600 ist der Frankreich-Anteil zwar geringer – mit knapp 16 Prozent aber immer noch signifikant. Anleger, die mittels ETF in diese Indices investiert sind, haben einen entsprechend großen Anteil französischer Aktien in ihren Portfolios.