Für 4,4 Milliarden Euro Standard Life kauft Aberdeen Asset Management

Chefs der neuen, 660 Milliarden Pfund schweren Vermögensverwaltung: Aberdeen-Chef Martin Gilbert (li.) und Standard-Life-Chef Keith Skeoch | © Getty Images

Chefs der neuen, 660 Milliarden Pfund schweren Vermögensverwaltung: Aberdeen-Chef Martin Gilbert (li.) und Standard-Life-Chef Keith Skeoch Foto: Getty Images

Der Aktienkurs von Standard Life stieg am Montagvormittag um bis zu 9,6 Prozent, während es für Aberdeen in der Spitze um 8,2 Prozent nach oben ging.

Die Aktionäre von Standard Life werden 66,7 Prozent an dem kombinierten Unternehmen halten, wie aus einer gemeinsamen Erklärung am Montag hervorging. Die Investoren von Aberdeen werden 0,757 neue Stammaktien von Standard Life je eine Aberdeen-Aktie erhalten. Das bewertet Aberdeen im Einklang mit dem Marktwert am 3. März, dem letzten Handelstag vor der Mitteilung.

660 Milliarden Pfund schwerer Asset Manager entsteht

Aus dem Zusammenschluss wird ein Asset Manager mit einem Anlagevolumen von 660 Milliarden Pfund hervorgehen. Die Transaktion ist der jüngste Schritt mit dem die sogenannten aktiven Fondsmanager darauf reagieren, dass sich immer mehr Anleger den kostengünstigen passiven Investmentfonds zuwenden. Aberdeen hat insbesondere belastet, dass Anleger Investments in Schwellenländermärkten zurückhaltender gegenüberstehen. Die Gesellschaft verzeichnete mehr als drei Jahre mit Geldabflüssen. Das veranlasste CEO Martin Gilbert, die Kosten zu senken und die Gehälter einzufrieren, um die Profitabilität zu schützen.

Der Zusammenschluss soll für beide Gesellschaften, die sich ausdrücklich zum aktiven Investmentmanagement bekennen, durch Synergieeffekte zu einer deutlichen Ergebnissteigerung führen, wie aus der Mitteilung hervorgeht.