Fundamentaldaten gegen Emotionen So funktionieren die Multi-Asset-Strategien von M&G Investments

Juan Nevado, Fondsmanager des M&G Dynamic Allocation Fund und des M&G Prudent Allocation Fund

Juan Nevado, Fondsmanager des M&G Dynamic Allocation Fund und des M&G Prudent Allocation Fund

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„Niemand kann die Zukunft sicher vorhersagen, auch wenn es schwerfallen mag, dies zuzugeben“, meint Juan Nevado. Der Fondsmanager aus dem Multi-Asset-Team von M&G verschwendet daher seine Zeit ebenso wenig wie seine Team-Kollegen mit Marktvorhersagen. Vielmehr soll eine fundamentale Bewertung gewährleisten, dass die Multi-Asset-Fonds auch bei unsicheren Entwicklungen gute Anlagechancen bieten. Daneben werden verhaltenspsychologische Faktoren berücksichtigt.

Das gesamte Multi-Asset-Team folgt einer einheitlichen Anlagephilosophie. Diese wurde vor über 15 Jahren von Dave Fishwick, dem Leiter des Multi-Asset-Teams, entwickelt. Ein herausstechendes Merkmal ist der Einfluss der verhaltensorientierten Finanzmarkttheorie auf die Anlagestrategie. Dieses wissenschaftliche Gebiet, auch bekannt als Behavioural Finance, versucht Faktoren oder Merkmale zu identifizieren, die das Denken und die Entscheidungsfindung von Anlegern steuern.

Wie in allen Lebensbereichen werden auch bei der Geldanlage viele Entscheidungen nicht rein vom Verstand, sondern von Emotionen und der menschlichen Psyche beeinflusst. Eine klassische emotionale Neigung, der Anleger immer wieder verfallen, ist der Herdentrieb. Sie kaufen oder verkaufen, weil die anderen es tun. Ein ebenfalls häufiges Phänomen ist, dass Anleger nur die Informationen berücksichtigen, die ohnehin zu ihrer Meinung passen. Oder sie reagieren mit ihrer Entscheidung viel zu stark auf einzelne Informationen.

Das M&G-Team nutzt solche Erkenntnisse, um sich einerseits vor den eigenen verhaltensgesteuerten Neigungen zu schützen. Andererseits will es die Chancen nutzen, die sich aus dem Verhalten anderer Anleger ergeben. Dazu versuchen die Experten sogenannte „Episoden“ im Anlagerverhalten zu erkennen. Die Multi-Asset-Fonds für den britischen Markt heißen dementsprechend „Episode Funds“.

Unter Episoden versteht das Team Phasen, in denen die Asset-Preise durch Emotionen angetrieben werden – und nicht aufgrund von Fundamentaldaten. Oft gibt es dafür fundamentale Auslöser, denen jedoch eine viel zu hohe Wichtigkeit beigemessen wird. Zu Jahresanfang 2016 war es beispielsweise die erneute Abwertung des Chinesischen Renminbi, die weltweit zu – übertriebenen – Aktienverkäufen führte.

Für die M&G-Manager gilt es, Marktverzerrungen auszumachen, die oft aus einem solch irrationalen Anlegerverhalten entstehen. Statt sich von dem Marktrauschen verführen zu lassen, halten sie sich strikt an Fundamentaldaten. Diese bilden die Basis für Anlageentscheidungen.