Funny Friday Verkorkster Lebenslauf signalisiert Top-Fondsmanager

Monika Gehde-Trapp (links): Die Professorin an der Universität Hohenheim analysiert die Performance von Fondsmanagern. | © Universität Hohenheim / Wolfram Scheible

Monika Gehde-Trapp (links): Die Professorin an der Universität Hohenheim analysiert die Performance von Fondsmanagern. Foto: Universität Hohenheim / Wolfram Scheible

Sie waren Ingenieure, Ärzte oder Getränke-Hersteller, bevor sie die Branche wechselten: Rund 10 Prozent der Fondsmanager haben vor ihrer Karriere bei den Fondsgesellschaften in völlig anderen Berufen gearbeitet. Ob diese Erfahrungen bei der Auswahl der Aktien nützlich sind, analysierte jetzt Monika Gehde-Trapp, Leiterin des Fachgebiets Risikomanagement an der Universität Hohenheim.

Gemeinsam mit Kollegen von der Universität zu Köln und der Mason School of Business in den USA analysierte die Ökonomin die Anlageerfolge von Fondsmanagern mit Brüchen in ihren Lebensläufen. Für ihre Studie haben sie Fondsmanager gesucht, die als Einzelmanager für Investmentfonds verantwortlich sind, so dass die erzielten Renditen direkt der Person zuzuordnen sind.

Das Ergebnis der Studie des internationalen Forscherteams, die demnächst im Journal „Review of Financial Studies“ erscheinen wird: „Die Quereinsteiger sind die besseren Fondsmanager – wobei sich dies allerdings auf ihre spezielle Erfahrungsindustrie beschränkt“, erklärt Gehde-Trapp. „Ein ehemaliger Arzt wählt zum Beispiel Pharma-Aktien mit einer deutlich höheren risikoadjustierten Performance aus.“