GAM-Fondsmanager im Interview „Twitter ist mir kurzlebig“

Enzo Puntillo leitet das Schwellenländer-Rententeam von GAM

Enzo Puntillo leitet das Schwellenländer-Rententeam von GAM

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  1. Ihre erste prägende Erfahrung zum Thema Geld?

Als mir mein Großvater eine Null-Kupon-Anleihe übergeben hat, die er bei meiner Geburt gekauft hatte. Da war ich 15, und mir wurde zum ersten Mal so richtig klar, was ein hoher Zins und Zinseszins für einen Effekt auf den Endwert haben kann

  1. Wie haben Sie Ihr Studium finanziert?

Ich habe in einem Industriebetrieb die kaufmännischen Lehrlinge in den Fächern Finanzen und Buchhaltung auf die Abschlussprüfung vorbereitet

  1. Haben Sie ein berufliches Vorbild?

Nein

  1. Die unsinnigste Börsen-Theorie, die Ihnen je untergekommen ist?

Dass Finanzmärkte effizient sind

  1. Welches Buch sollte jeder Fondsmanager gelesen haben?

Mindestens zwei Bücher: „Stabilizing an Unstable Economy“ von Hyman Minsky und „Manias, Panics, and Crashes: A History of Financial Crises“ von Charles Kindleberger

  1. Wie motivieren Sie sich, wenn Sie mit Ihrem Fonds einmal hinter der Konkurrenz zurückbleiben?

Ich gehe eine Runde laufen und arbeite danach weiter

  1. Und die Belohnung, wenn Sie alle anderen abgehängt haben?

Alle anderen abzuhängen ist bereits die größte Belohnung!

  1. Ihr bislang schönstes Erlebnis als Fondsmanager?

Während der Finanzkrise 2008 mit dem JB Absolute Return Emerging Bond Fund eine positive Performance erzielt zu haben

  1. Worüber haben Sie sich in jüngster Zeit so richtig geärgert?

Über unehrliche Menschen

  1. Was sammeln Sie?

Erfahrung und Erinnerungen