GDV-Provisionsdeckelung stößt auf Widerstand

Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), brachte den Stein ins Rollen

Alexander Erdland, Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), brachte den Stein ins Rollen

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Einen ähnlichen Aufschrei hat es in der Versicherungsbranche wohl noch nicht gegeben. Ende August macht ein Brief des Versicherungsverbands GDV an seine Mitglieder die Runde. Der Inhalt ist brisant.

Man empfehle, bei der nächsten Bundesregierung einen Provisionsdeckel für Lebens- und Rentenversicherungen zu beantragen. Grund: Einbrüche im Neugeschäft und die Auswirkungen der hohen Vertriebskosten auf die garantierten Renditen der Produkte.

Die Empörung danach ist groß. Vermittlervertreter überschlagen sich mit Kritik. „Dass die Versicherer den Gesetzgeber anrufen, ist ein Armutszeugnis”, sagt etwa Hans-Georg Jenssen, geschäftsführender Vorstand des Verbands Deutscher Versicherungsmakler (VDVM).

Sein Kollege vom Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK), Michael Heinz, poltert: „Wir werden uns eine weitere Begrenzung unserer Verdienste nicht gefallen lassen.“

Der Finanzdienstleister-Verband AfW und die Chefs von 13 Maklerpools setzen ebenfalls ein Zeichen. Sie unterschreiben gemeinsam die „Berliner Erklärung“. Inhalt: Makler handelten ausschließlich im Interesse ihrer Kunden – und dafür müsse eine angemessene Vergütung einfach drin sein.

Soweit zu Aktion und Reaktion. Aber wer hat nun recht? Das ist gar nicht so einfach zu beantworten.

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