Geburtstagsfragen an Harry Markowitz

Foto: Finanzbuchverlag

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DAS INVESTMENT.com: Herr Markowitz, was haben Sie sich zum Geburtstag gewünscht? Harry Markowitz: Gestern hat einer meiner Enkel eine wunderbare junge Dame geheiratet. Kann man sich ein schöneres Geburtstagsgeschenk vorstellen? DAS INVESTMENT.com: Wie feiern Sie Ihren Geburtstag? Markowitz: Schon am vergangenen Freitag hat mich der Teil meiner Familie, der sich an der Westküste zur Hochzeit versammelt hat, zu einem Geburtstags-Essen eingeladen. Heute fahren sie alle wieder nach Hause. Darum gehen meine Frau und ich heute Abend allein essen. DAS INVESTMENT.com: Haben Sie trotz der Feierlichkeiten ein Wort zu den Kapitalmärkten? Sie sagten vor gut einem halben Jahr, die Börsen wären ein heilloses Durcheinander. Markowitz: Wir machen gerade einige Schritte zurück. Ich las kürzlich etwas über einen Kongressabgeordneten, der die Hypothekenbank Fannie Mae dazu bringen wollte, einige ihrer verschärften Kreditbedingungen wieder zu lockern. Und da dachte ich: Jetzt geht es wieder von vorne los. DAS INVESTMENT.com: Wenn Sie sich etwas von den Verantwortlichen wünschen dürften, was wäre das? Markowitz: Ich hätte gerne, dass die US-Regierung endlich erkennt, welche Rolle sie selbst in der Subprime-Krise gespielt hat. Schließlich hat sie diese Baukredite an schlechte Schuldner gefördert und beworben. Ich hätte gern ein klares Bekenntnis von der Regierung, dass so etwas nicht noch einmal passiert. Außerdem sollten die amerikanische Regierung und die europäischen Staaten versuchen, mehr über direkte und indirekte Risiken zu lernen. DAS INVESTMENT.com: Wie geht das am Besten?