Fonds-Check Pflegeimmobilien: Immac-Fonds in der Analyse

Seesen in Niedersachsen: Die Seniorenwohnalage am Schildberg ist ein Objekt im Immac 84.

Seesen in Niedersachsen: Die Seniorenwohnalage am Schildberg ist ein Objekt im Immac 84.

Objekte: Der „Immac Sozialimmobilien 84. Renditefonds“ finanziert zwei Bestandsobjekte. Die Pflegeheime befinden sich in den Gemeinden Hardegsen und Seesen, beide in Niedersachsen. Immac hat 10,6 Millionen Euro beziehungsweise 11,5 Millionen Euro für die Heime gezahlt, ein Faktor von durchschnittlich 13,2 Jahresmieten. Das ist günstig, denn auch die Preise für Sozialimmobilien wie Senioren- und Pflegeheime haben im Zuge des allgemeinen Immobilien-Hypes deutlich angezogen. Beide Heime werden auf den neuesten Stand gebracht. Das betrifft vor allem die Anzahl der Einzelzimmer.

Markt: Der deutsche Pflegemarkt legte im Jahr 2014 mit einem Wachstum von knapp 4,6 Prozent gegenüber dem Jahr 2013 stärker zu als der gesamte Gesundheitsmarkt. Dies geht aus den Veröffentlichungen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes vom März 2016 hervor. Mit der im Januar 2017 veröffentlichten „Pflegestatistik 2015“ wurden die allgemeinen Wachstumsprognosen empirisch bestätigt. Basierend auf Daten vom Dezember 2015 ist die Anzahl pflegebedürftiger Menschen im Vergleich zum Jahr 2013 um 8,9 Prozent auf 2,86 Millionen gestiegen. Damit setzt sich der Wachstumstrend fort. Das Statistische Bundesamt gibt an, dass im Vergleich zum Jahr 1999 die Anzahl der in Heimen vollstationär versorgten Pflegebedürftigen um 39 Prozent gestiegen ist. Im ambulanten Sektor wurde ein Anstieg um 67 Prozent registriert.

Lage: Beide Heime liegen nicht weit auseinander. Immac selbst sieht daher nur eine „eingeschränkte standort- und keine anlagebedingte Risikodiversifikation“ im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs und hat die Mindestbeteiligung somit auf 20.000 Euro plus fünf Prozent Agio festgesetzt. Die Bertelsmann- Stiftung geht in der Region von einer auf Dauer sinkenden Bevölkerungszahl aus. Gleichzeitig steigen Zahl und Anteil der alten Menschen. Weil junge Leute und damit potenziell häuslich Pflegende wegziehen, sieht die Immac auf dieser Grundlage einen steigenden Bedarf an stationären Pflegeplätzen.