Geheime Tauschaktion Der König der Anleihen, seine Ex und das Nickerchen

Mitarbeiter des Auktionshauses Sotheby's mit dem Gemälde „Le Repos“ von Pablo Picasso aus dem Jahr 1932: Das Bild ging nun für fast 37 Millionen Dollar über den Tresen | © Getty Images

Mitarbeiter des Auktionshauses Sotheby's mit dem Gemälde „Le Repos“ von Pablo Picasso aus dem Jahr 1932: Das Bild ging nun für fast 37 Millionen Dollar über den Tresen Foto: Getty Images

Gestern Abend landete das Gemälde „Le Repos“ (deutsch etwa: Das Nickerchen) aus dem Jahr 1932 von Pablo Picasso für 36.920.500 Dollar unter dem Hammer des Auktionshauses Sotheby’s. Davor hing es bis vor kurzem jahrelang im Schlafzimmer des „Königs der Anleihen“ und jahrelangen Pimco-Chefs, Bill Gross. Zumindest glaubte der das.

Wie die „New York Post“ berichtet, hatte er das Bild im Jahr 2006 zusammen mit seiner damaligen Ehefrau Sue gekauft. Inzwischen sind die beiden geschieden. Über den Verbleib des Gemäldes einigten sie sich, indem sie im August 2017 eine Münze warfen. Sue Gross gewann. Doch das Bild besaß sie da schon – sie hatte es kurzerhand gegen eine selbst gemalte Kopie ausgetauscht und sich in die eigene Wohnung gehängt. Das erkannte der Fondsmanager, als er das vermeintliche Original aus seinem Haus in Laguna Beach, Kalifornien, überführen wollte. Als er den Tausch erkannte, reagierte er angeblich geschockt. „Sie hat das verdammte Stück gestohlen“, zitiert ihn die „Post“ über eine anonyme Quelle.

Bill Gross war jahrelang Chef der auf Anleihen spezialisierten Investmentfirma Pimco, bevor er 2014 zu Janus Capital (heute: Janus Henderson) ging. In einem seiner traditionell recht launigen Marktkommentare hatte er im Jahr 2015 noch die Malkünste seiner Frau gepriesen. Offenbar nicht ganz zu Unrecht.