Geldpolitik Bank of England hebt Zinsen an

Britische Pfund: Die Bank of England will die zunehmende Geldentwertung bremsen. | © Pexels

Britische Pfund: Die Bank of England will die zunehmende Geldentwertung bremsen. Foto: Pexels

In Großbritannien steigen erstmals seit zehn Jahren die Zinsen. Die Bank of England (BoE) entschied am Donnerstag, den Zinssatz um 0,25 Prozent auf 0,5 Prozent anzuheben, mit dem sich Banken mit Geld versorgen können. Die Entscheidung fiel mit sieben zu zwei Stimmen nicht einstimmig aus.

Notenbank besorgt wegen gestiegener Inflation

Dass die Erhöhung zu erwarten war, sagt Andrew Mulliner, Fondsmanager beim Vermögensverwalters Janus Henderson Investors: „Am interessantesten ist eine Aussage der Bank of England, der Markt preise mögliche Abschwünge nicht hinreichend ein.“ Dies lasse vermuten, dass weitere Zinsanstiege eher langsam kämen.   

Notenbankchef Mark Carney hatte bereits vor der aktuellen Sitzung signalisiert, angesichts der Wirtschaftsentwicklung zeitnah handeln zu wollen. Die Bank of England (BoE) will nach eigenem Bekunden Inflationsgefahren bekämpfen. Industrieunternehmen auf der Insel etwa haben ihre Verkaufspreise kräftig angehoben und als Grund steigende Rohstoffpreise angegeben. Die Inflationsrate lag im September nach Daten von Statista bei 3 Prozent und damit auf einem Fünfjahreshoch.