Geschäftsberichtsanalyse von Aon Dax-Konzerne stecken Milliarden in Pensionsvermögen

Die Studie von Aon Hewitt nimmt auch die Asset Allokation unter die Lupe.

Die Studie von Aon Hewitt nimmt auch die Asset Allokation unter die Lupe.

Mehr als die Hälfte der 30 Dax-Unternehmen hat im Jahr 2017 das Planvermögen für Betriebsrenten deutlich erhöht. Das geht aus einer Analyse der aktuellen Geschäftsberichte der Dax-Unternehmen hervor, die das Beratungsunternehmen Aon durchgeführt hat. Die Experten für betriebliche Altersvorsorge haben dabei Rechnungsgrundlagen und Bilanzpositionen unter die Lupe genommen, die für die Bewertung und Deckung der Betriebsrenten ausschlaggebend sind.

Bei den Auszahlungsformen herrscht Flexibilität – etwa drei von vier Dax-Konzernen wählen diesen Weg und bieten Mitarbeitern die Möglichkeit, zwischen Kapitalzahlungen, Ratenzahlungen oder Renten zu wählen. Bei den restlichen Konzernen ist die Auszahlungsform grundsätzlich vorgegeben, wobei die Ratenzahlung gegenüber der Kapitalzahlung beziehungsweise der Verrentung leicht bevorzugt wird.

Unter den offenen Zusagen ist der Anteil der beitragsorientierten Zusagen auf 96 Prozent gestiegen. Diese Form der Zusagen-Gestaltungen bietet die Möglichkeit, Risiken aus Inflations- und Gehaltssteigerungen günstig zu beeinflussen. Leistungszusagen stellen nur noch eine Randerscheinung dar.

Konkret stockten die Dax-Konzerne die Planvermögen vergangenes Jahr um rund 8 Milliarden Euro auf nun 271,7 Milliarden Euro auf.

Die Aufstockung entfiel auf 17 der 30 Dax-Unternehmen. Besonders groß war die Steigerung bei Adidas mit einem Plus von 22,5 Prozent sowie Lufthansa (+21,6 Prozent) und Daimler (16,4 Prozent).

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Alle Unternehmen haben aufgrund der Marktentwicklung gegenüber dem Vorjahr einen höheren Rechnungszins zugrunde gelegt. Dieser stieg in Deutschland im Durchschnitt von 1,78 Prozent auf 1,92 Prozent. Der Rechnungszins ist maßgeblich, um die Höhe der für Betriebsrenten notwendigen Rückstellungen zu ermitteln. Je höher der Rechnungszins desto geringer sind die Pensionsrückstellungen. Er wird anhand der Marktzinssätze hochwertiger Unternehmensanleihen am Bilanzstichtag festgelegt.