Geschlossene Fonds aus Holz: Waldinvestoren setzen auf Expertise der Forstwirtschaft

Foto: Photodisc

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Um aus Biomasse Geld zu gewinnen, braucht es neben Erfahrung an den Kapital- und Finanzmärkten ein langjährig geschultes Auge für forstwirtschaftliche Zusammenhänge. Käufer von Waldinvestments sind daher gut beraten, nicht nur auf die erfolgreiche Leistung des Anbieters zu setzen. Vielmehr sollte das Managementteam ebenso Experten aus den Bereichen Holzbewertung und Forstbewirtschaftung aufweisen.

Als Paradebeispiel gilt hier die dänische International Woodland Company (IWC). Das Team des führenden europäischen Waldmanagers besteht neben erfahrenen Research-Spezialisten und Fachleuten für Portfolio-Management auch aus Experten auf dem Gebiet der Forstwirtschaft. Seit 1991 managen die Kopenhagener erfolgreich Waldflächen in Australien, Europa, Neuseeland sowie Nord- und Südamerika. Mehr als 300.000 Hektar Wald (3.000 Quadratkilometer) werden unter Leitung des Gründers und Managing Directors Otto Reventlow überwacht, bewirtschaftet und gehandelt. Im Schnitt zeigten die Dänen regelmäßig ein besseres Ergebnis als die internationale Benchmark des NCREIF Timberland Index, der die Entwicklung von US-Waldinvestments misst.



Zum Jahresende 2008 verwaltete das Unternehmen getätigte Commitments von über 2,4 Mrd. US-Dollar in Waldinvestments. Davon waren insgesamt 1,6 Mrd. US-Dollar investiert, der Marktwert betrug per Ende 2008 ca. 1,8 Mrd. US-Dollar. Jedes Waldstück, jeder Boden sowie klimatische Bedingungen und Tierbestände werden vor Ort begutachtet und bewertet – in regelmäßigen Abständen. Im Kleinsten dokumentiert und kategorisiert, laufen die Daten bei den Dänen zusammen und bilden dort ein globales Bild weltweiter Waldbestände und Preisentwicklungen.



Bei der Einschätzung des Risikos unterscheidet das Management nach Zielregionen und Art der Bewirtschaftung. Eine Kombination von Naturwald und Plantageflächen sowie die Risikostreuung über Absatzmärkte sorgen dabei für Stabilität in den Portfolios.

Den größten Schutz vor natürlichen Risiken wie etwa Feuer, Sturm oder Schädlingsbefall bietet ein aktives Management des Waldbestandes. Durch das Schlagen von schwachen Baumbeständen und die Beseitigung von Totholz werden die Risiken bereits deutlich verringert. Entscheidend ist laut Einschätzung der IWC weiterhin die Wahl der Zielregion. So gibt es beispielsweise in den trockenen, warmen Regionen wesentlich mehr Feuerschäden als in feuchten Regionen, wie z.B. dem tropisch feuchten Klima, in dem der Regenwald in Brasilien wächst.