Gespräch mit Axa und Fidelity „Wir kontrollieren das Risiko permanent“

Martin Stenger, Fidelity (links) und Patrick Dahmen (Axa). Fotos: Fidelity, Jochen Rolfes

Martin Stenger, Fidelity (links) und Patrick Dahmen (Axa). Fotos: Fidelity, Jochen Rolfes

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DAS INVESTMENT.com: Welche Idee steht hinter dem Produkt?

Patrick Dahmen:
In einem Marktumfeld, das geprägt ist durch hohe Schwankungen, bieten wir ein Produkt mit einer permanenten Risiko-Kontrolle an. Der Kunde und sein Berater müssen dazu im Gespräch nur zwei Fragen beantworten: Wie lange möchte der Kunde investieren? Und welche Schwankung kann er dabei mittragen? Wir legen das Geld dann innerhalb der vom Kunden angegebenen Volatilitätsspanne über den vom Kunden definierten Zeitraum an.

Martin Stenger: Die Definition des Sicherheitsbedürfnisses des Kunden ist also gleichzeitig der Management-Auftrag an uns. Wir legen das Geld des Kunden dabei Multi-Asset-basiert an, also global sehr breit über mehrere Asset-Klassen gestreut. Neben Aktien, Anleihen, Rohstoffen und Immobilien mischen wir auch marktneutrale Strategien und alternative Anlagen bei. Infrastruktur-Investments und Flugzeug-Leasing sind hier Beispiele.

Sie haben den Ansatz gemeinsam entwickelt, bieten aber separate Lösungen an.

Dahmen:
Richtig, bei Axa nennt sich die Lösung Portfolio Balance, angeboten als Einmalbeitragsprodukt der Axa Lebensversicherung. Wir kombinieren so die Vorteile dieses neuen Anlageansatzes mit einer Versicherungslösung.

Stenger: Und unsere Fidelity Smart Fonds kommen im Juli auf den Markt.

Herz der Produkte sind also die Schwankungsbandbreiten.

Dahmen:
Ja. Grundlage der Portfoliosteuerung ist der Synthetische Risiko-Rendite-Indikator SRRI. Fondsanleger kennen ihn aus den in Deutschland vorgeschriebenen „Wesentlichen Anlegerinformationen“. Wir orientieren uns in der Berechnung genau an der EU-Richtlinie, die definiert, wie dieser Indikator zu berechnen ist. Man schaut sich die Volatilität der vergangenen fünf Jahre an und annualisiert diesen Wert – und das jede Woche aufs Neue. Sieben Risikoklassen gibt es dabei.

Stenger: Wir nutzen also erstmalig die Regulierung zu unseren Gunsten.