Globale Anlagestrategien „Mit Dividenden kommt Stabilität ins Portfolio“

Börse in Frankfurt: DAX-Unternehmen dürften 2018 über 35 Milliarden Euro ausschütten. | © Getty Images

Börse in Frankfurt: DAX-Unternehmen dürften 2018 über 35 Milliarden Euro ausschütten. Foto: Getty Images

2017 war ein Dividenden-Rekordjahr. Weltweit schütteten Unternehmen 1,3 Billionen US-Dollar aus – so viel wie nie zuvor. Der Anstieg zum Vorjahr war mit 7,7 Prozent durchaus beachtlich. Auf europäische Aktien entfiel rund ein Fünftel der Ausschüttungen.

Es spricht einiges dafür, dass auch 2018 ein Dividenden-Rekordjahr wird. Die Weltkonjunktur wächst, gleiches gilt für die Unternehmensgewinne und somit auch die Dividenden. DAX-Unternehmen dürften über 35 Milliarden Euro ausschütten. Das entspräche einem Plus von 11 Prozent zum Vorjahr. In Europa sollten es in Summe rund 320 Milliarden Euro sein. Und auch weltweit rechnen wir mit einem neuen Höchstwert.

In Deutschland ist die Berichtssaison der Unternehmen bereits in vollem Gange. Ein DAX-Konzern nach dem anderen öffnet seine Bücher. Bis in den Frühsommer hinein wird es jede Menge Zahlen zu Umsätzen und Gewinnverwendung der größten börsennotierten Unternehmen geben.

Run auf Dividenden

Finanzberater können die Berichtssaison nutzen, um Kunden globale Dividendenstrategien ans Herz zu legen. Seit Anleihen nur noch dünne Zinserträge abwerfen, erfahren die Ansätze vor allem unter dem Aspekt regelmäßiger Erträge Aufmerksamkeit.

Obwohl die Ausschüttungsquote – also der Anteil der Dividenden am Jahresüberschuss der Unternehmen – dank sprudelnder Gewinne zuletzt sank, sollten Investoren auch die Nachteile hoher Dividenden nicht aus den Augen verlieren. Denn im derzeit schon weiter fortgeschrittenen Konjunkturzyklus könnten Manager versucht sein, Gewinne auszuschütten statt in Gebäude und Fertigungsanlagen zu investieren. Anlagen für die Zukunft zahlen sich nämlich eventuell erst dann aus, wenn die Nachfrage bereits gesunken ist.

Schutz für unruhige Zeiten

Es gibt jedoch auch erfreuliche Nachrichten: Da tendenziell konjunkturunabhängige Unternehmen zu den Dividendenkönigen zählen, ist selbst bei einer wirtschaftlichen Verlangsamung nicht unbedingt mit rückläufigen Ausschüttungen zu rechnen.

Dividenden können sowohl über aktive Fonds als auch über ETFs in Portfolios integriert werden. Die Wertpapiere sollten solide Bilanzen, einer konsistente Dividendenhistorie sowie Aussichten auf stabile oder wachsende Ausschüttungen vorweisen. Qualitätsunternehmen sind in der Regel weniger anfällig für Markt- und Konjunkturschwankungen – mit den Dividenden kommt somit auch Stabilität ins Portfolio. Allein auf die Top-Dividendenzahler der Vergangenheit zu setzen, ist gefährlich. Es gibt auch Unternehmen, die Dividendenzahlungen nicht aufrechterhalten können oder gar komplett streichen.

Weitere Informationen zur Dividendensaison hier.