Gold-Experte Die Blase auf dem US-Aktienmarkt beflügelt den Goldpreis

Joe Foster, Portfoliomanager und Stratege für die Gold-Fonds von Van Eck | © Getty Images

Joe Foster, Portfoliomanager und Stratege für die Gold-Fonds von Van Eck Foto: Getty Images

Der Goldpreis veränderte sich im Mai kaum. Anfang Mai notierte er aufgrund der französischen Präsidentschaftswahlen und der Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) etwas schwächer, erholte sich aber gegen Monatsende.

Vom ersten Wahlgang in Frankreich am 23. April bis zur letzten Wahlrunde am 7. Mai setzte sich bei den Märkten immer mehr die Überzeugung durch, dass der pro-europäische Kandidat Emmanuel Macron die Wahlen gewinnen würde. Dadurch geriet Gold unter Druck, da das Risiko eines Auseinanderbrechens des Euroraums unter Marine Le Pen als Präsidentin geringer wurde.

Kommentare der Federal Reserve (Fed) vom 3. Mai nach der Sitzung des Federal Open Market Committee überzeugten den Markt davon, dass eine Zinserhöhung nach der Sitzung am 13. Juni eintreten könnte.

Monatstief am 9. Mai

Gold erreichte sein Monatstief am 9. Mai mit 1.214 US-Dollar pro Unze, konnte aber das verlorene Terrain zurückgewinnen und schloss den Monat mit einem Plus von 0,65 US-Dollar (nach einem Anstieg von 0,05 Prozent) bei 1.268,94 Dollar pro Unze. Durch die Schwäche des US-Dollars erhielt Gold im Monatsverlauf zusätzliche Unterstützung. Der U.S. Dollar Index (DXY) verlor im Mai 2,1 Prozent und scheint sich nach seinen Mehrjahreshöchstständen von Anfang Januar im Abwärtstrend zu befinden.

In Europa und Japan haben sich die Volkswirtschaften zuletzt stabilisiert und die Trump-Administration ließ durchblicken, dass sie sich einen schwächeren US-Dollar wünsche. Falls der im Jahr 2017 bisher beobachtete Trend beim US-Dollar anhält, dürfte dies Gold zugutekommen.