Goldfonds-Manager Joe Foster 4 Gründe, warum Gold Goldaktien schlug

Joe Foster, Portfoliomanager und Stratege für die Gold-Fonds von Van Eck | © Getty Images

Joe Foster, Portfoliomanager und Stratege für die Gold-Fonds von Van Eck Foto: Getty Images

Die Performance von Gold war im Juni angesichts der Schwäche des US-Dollars enttäuschend. Normalerweise sind Goldpreis und Dollarkurs negativ korreliert. Gold geriet jedoch unter enormen Verkaufsdruck, der den Verdacht nahelegt, dass der Markt bewusst nach unten manipuliert wurde.

Am 26. Juni wurde am Futures-Markt vor Öffnung der europäischen Märkte um vier Uhr morgens östliche US-Standardzeit plötzlich eine Verkaufsorder über 1,8 Millionen Unzen erteilt, was zu einem umgehenden Preissturz um 18 US-Dollar führte. Der zu Randzeiten bei ansonsten geringen Umsätzen getätigte Verkauf drückte den Preis auf ein Niveau unter der technisch wichtigen Marke von 1.250 US-Dollar je Feinunze.

Weitere massive Verkäufe am Tag vor dem US-Feiertag am 4. Juli führten dazu, dass sich der Goldpreis an der Marke von 1.200 US-Dollar versuchte. Ein solcher (vermutlich) manipulierter Verkaufsdruck war zuletzt zu Zeiten des Bärenmarktes der Jahre 2013 bis 2015 zu beobachten. Wir nehmen an, dass Banken oder Hedgefonds Gewinne erzielen wollten oder eine Regierung versucht hat, der Konkurrenz zum US-Dollar entgegenzuwirken. Den wahren Grund beziehungsweise ob das Ereignis Teil einer größeren Verschwörung war, werden wir wohl nie erfahren und möchten daher auch keine Zeit mit Spekulationen verschwenden. Langfristig betrachtet ist der Markt zu aufnahmefähig und zu tief für eine erfolgreiche Manipulation.

Gemischte Ergebnisse für Goldaktien

Goldaktien entwickelten sich im Juni uneinheitlich. Der NYSE Arca Gold Miners Index (GDMNTR) tendierte ebenso wie der Goldpreis nach unten und schloss mit einem Minus von 2,87  Prozent, während der MVIS Global Junior Gold Miners Index (MVGDXJTR) 5,59  Prozent zulegte. Bei den Junior Miners ist nach dem Ausverkauf vor einer umfangreichen Indexneugewichtung am 16. Juni eine gewisse Rückkehr zum Mittelwert zu beobachten.