Goldfonds-Manager Joe Foster Investoren werden in Gold und Goldminen-Aktien flüchten

Joe Foster, Portfoliomanager und Stratege für die Gold-Fonds von Van Eck; ein Goldbarren | © Getty Images

Joe Foster, Portfoliomanager und Stratege für die Gold-Fonds von Van Eck; ein Goldbarren Foto: Getty Images

Gold erhielt im April weiterhin positive Impulse. Physisches Gold erreichte am 18. April einen Kurs von 1.289,60 US-Dollar pro Unze. Treiber waren in erster Linie die US-Wirtschaftsdaten, die schwächer als erwartet ausfielen. Insbesondere blieben die veröffentlichten Beschäftigungszahlen hinter den Erwartungen zurück, und auch die US-Produktionszahlen sorgten für eine negative Überraschung.

Unterstützung erhielt Gold zudem durch Aussagen von Präsident Donald Trump in einem Interview vom 12. April, in dem er erklärte, der US-Dollar werde zu stark und es wäre ihm lieber, die Federal Reserve würde das Zinsniveau niedrig halten. Der US-Dollar (DXY Index) verlor im Monatsverlauf 1,30 Prozent.

Bis zum 18. April preisten die Märkte keine weitere Zinsanhebung durch die Fed im Juni ein, wobei die implizierte Wahrscheinlichkeit bei nur 43,7 Prozent lag. Allerdings nahmen die Märkte das Ergebnis der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen positiv auf, was für ein positives Marktsentiment sorgte und den Goldpreis in der letzten Aprilwoche nach unten drückte.

70 %ige Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung durch die Fed

Am Stichtag 1. Mai gingen die Märkte mit einer Wahrscheinlichkeit von circa 70 Prozent von einer Zinsanhebung durch die Fed im Juni aus, für den Juli mit einer Wahrscheinlichkeit von 72 Prozent. Gold schloss den Monat bei USD 1.264 pro Unze und legte somit USD 18,94 pro Unze bzw. 1,52 Prozent zu.

Die Nachfrage nach mit physischem Gold besicherten börsengehandelten Produkten (Exchange Traded Products, ETP) erholte sich im April, sodass die Bestände in dem Monat um circa 1,4 Prozent und seit Jahresbeginn um 4,6 Prozent stiegen. Wir verfolgen die Zuflüsse in mit physischem Gold besicherte ETP, da wir davon ausgehen, dass Anlagen in diese Produkte normalerweise eine längerfristige, strategische Investmentnachfrage nach Gold darstellen und somit sehr gut die Richtung anzeigen, in die sich der Goldmarkt entwickelt.