Goldmoney-Sprecher: „Gold ist kein Spekulationsobjekt“

Alex Preukschat ist Sprecher beim<br>Online-Händler Goldmoney

Alex Preukschat ist Sprecher beim
Online-Händler Goldmoney

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DAS INVESTMENT.com: Herr Preukschat, mögen Sie Spielfilme?

Alex Preukschat: Oh ja. Ich bin begeisterter Kinogänger.

DAS INVESTMENT.com: Dann lassen Sie uns doch mal ein paar Endzeitfilme betrachten. In ‚Waterworld’ kämpfen die Menschen um Trinkwasser, in ‚Mad Max’ um Benzin, in ‚Terminator’ um Waffen und in ‚I am Legend’ um einen Antivirus. Um Gold geht es dagegen nie. Warum wollen sich Ihre Kunden trotzdem mit Gold vor einem Ernstfall schützen?

Preukschat: Ich glaube nicht, dass unsere Kunden an solche extremen Endzeitszenarien denken. Denn in solchen Fällen sind tatsächlich andere Dinge wichtiger als Gold. Sie glauben vielmehr, dass die Welt schon irgendwie weitergeht.

DAS INVESTMENT.com: Wovor haben sie dann Angst?

Preukschat: Eher vor finanziellen Extremsituationen. Die Hyperinflation der dreißiger Jahre ist so ein Beispiel. Damals war Geld tatsächlich nichts mehr wert. Gold wurde dagegen nach dem Währungsschnitt einfach in der neuen Währung ausgezahlt. Es hat damit seinen Wert behalten.

DAS INVESTMENT.com: Die finanzielle Extremsituation führte auch dazu, dass Franklin Roosevelt 1933 den Goldbesitz verboten hat.

Preukschat: Ja, dieses Ereignis haben durchaus eine Menge Goldmoney-Kunden immer noch im Hinterkopf. Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass das in unserer modernen Welt noch einmal passieren wird.

DAS INVESTMENT.com: Um Unruhen und Neid zu vermeiden. Warum nicht?

Preukschat: Wenn die Gefahr von Unruhen besteht, haben die Staaten wichtigeres zu tun, als Gold zu verbieten. Sie könnten etwa Pensionsvermögen verstaatlichen. Gold hat an unserer Wirtschaft nur noch einen so geringen Anteil, dass für eine Regierung das Verbot uninteressant wäre.

DAS INVESTMENT.com: Im vergangenen Monat ist der Goldpreis um 15 Prozent gefallen. Das soll ein sicherer Hafen sein?

Preukschat: Selbst wenn der Goldpreis auf 400 Dollar fallen sollte, ist das kein Kriterium, Gold tatsächlich zu verkaufen. Stattdessen geht es den meisten Goldbesitzern nicht ums Geldverdienen sondern um den Erhalt ihrer Kaufkraft. Gold ist daher aus unserer Sicht kein Spekulationsobjekt.