Grafik des Tages Inflation leicht erklärt - am Preis für eine Maß Bier auf dem Oktoberfest

Jahr für Jahr hat die Inflation seit 1960 einen Kaufkraftverlust von 4,3 Prozent bewirkt, rechnet Hans-Jörg Naumer, vor. Der Global Head of Capital Markets & Research bei der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors zeigt, was das für einen Besucher des Münchner Oktoberfestes bedeutet, mithilfe der folgenden fünf „Bierkrüge“:

„Was aus 10 Euro so alles werden kann. Hätte ein Bayer im Jahr 1960 für umgerechnet 10 Euro auf dem Oktoberfest gefeiert, hätte er bei einem Maß-Preis von 0,95 Euro etwas mehr als 10 Maß trinken können“, kommentiert Naumer. Der Preis der Wiesn-Maß ist zwischenzeitlich auf 10,50 Euro geklettert.

„Die Wirkung der Inflation zeigt: Kaufkrafterhalt ist das wichtigste Ziel der Geldanlage“, so Naumer weiter. „Dabei muss es für die meisten Investoren nicht nur darum gehen, der Inflation ein Schnippchen zu schlagen, sondern mehr noch: um Kapitalzuwachs. Wer für das Alter vorsorgt, wer Vermögen aufbauen will, kommt an Unternehmensbeteiligungen, also Aktien, nicht vorbei.“

Was aus 10 Euro wurde...

Grafik: Allianz GI

Das verdeutliche der untere Teil der Grafik: Während die Kaufkraft, gemessen an dem Preis pro Maß auf der Wiesn, über die Jahre dahin schmolz und die Freunde des Gerstensaftes immer weniger für Ihr Geld bekamen, konnten sich alle freuen, die in einen breiten Korb deutscher Aktien investiert hatten.

„Hätte unser Freund des Oktoberfestes 1960 weitere 10 Euro in weiser Voraussicht in einen breiten Korb an Aktien investiert, wie ihn der C-Dax darstellt, wären über die letzte 56 Jahre 395 Euro daraus geworden“, erklärt Naumer. „Das hätte die Geldentwertung, die auch am Oktoberfest nicht vorbei gegangen ist, locker ausgeglichen, ja sogar deutlich mehr als das. Aus den ursprünglich 10 Euro wären, Dividenden reinvestiert, über die letzten knapp 56 Jahre 395 Euro geworden – das entspricht 37 Maß. Na dann: Prost.“