Grafik des Tages Überraschung? Deutsche in Sachen Finanzbildung ganz weit vorne

Grafik: S&P Global FinLit Survey

Grafik: S&P Global FinLit Survey

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Finanzwissen versetzt Menschen in die Lage, wohlüberlegte Entscheidungen zu ihren Ersparnissen, ihrer Geldanlage und zur Kreditaufnahme zu treffen. Deutschen Verbrauchern wird häufig vorgeworfen, eine mangelnde Finanzbildung zu besitzen. Vor allem die lange Niedrigzinsphase lässt Beratern manch einen Stoßseufzer entfahren: Wüssten die Deutschen mehr über Finanzanlagethemen Bescheid, würden sie sich endlich von Sparbuch und Tagesgeldkonto lösen und ihr Geld in langfristig gewinnbringendere Anlagen setzen.

Eine Studie zeigt jetzt: Deutsche Verbraucher sind in Finanzdingen gar nicht so unmündig. Die US-Ratingagentur Standard & Poor‘s hat über das Meinungsforschungsinstitut Gallup Poll 150.000 Erwachsene in über 140 Ländern befragen lassen. Abgefragt wurde das Wissen zu den Themen Zinsen und Zinseszinsen, Inflation und Risikostreuung.

Auch wenn S&P zu dem Ergebnis kam, dass nur einer von drei Erwachsenen weltweit über ein Basiswissen in Finanzdingen verfügt, können Kritiker hierzulande sich erst einmal zurücklehnen. Denn so schlimm wie angenommen sieht es gar nicht aus: Weltweit zählt Deutschland zu den zehn Ländern mit der höchsten Finanzbildung. 55 bis 75 Prozent der Bevölkerung besitzen ein gutes Grundverständnis in Finanzfragen.

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