Griffin Eastern European: Der Champion und seine Herausforderer

Thomas Farthofer, Fondsmanager des Griffin Eastern European

Thomas Farthofer, Fondsmanager des Griffin Eastern European

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Der Champion: Griffin Eastern European

Vom Start weg entwickelte sich dieser von 1998 bis Ende 2007 von Griffin-Gründer Jürgen Kirsch betreute Klassiker besser als die Konkurrenz. Deshalb galt er der Kölner Rating-Agentur Sauren Fonds-Research lange als Musterbeispiel dafür, dass es bei der Fondsauswahl vor allem auf die Person des Managers ankommt.

Allein Nachfolger Thomas Farthofer die Schuld dafür in die Schuhe zu schieben, dass der einstige Primus von Anfang 2008 an gerechnet unter 64 Osteuropa-Fonds nur noch Rang 43 belegt, scheint jedoch zu kurz gegriffen: Schließlich hat auch Farthofer in seiner Manager- Biografie durchaus Erfolge aufzuweisen.

Zudem bestätigte Sauren 2010 noch einmal die 2008 verliehene zweithöchste Rating-Note von zwei Goldmedaillen – glaubt also weiter an Farthofers Qualitäten. Gleichwohl steht sein Fonds derzeit auch hausintern etwas im Schatten eines anderen Osteuropa- Produkts: Der auf kleinere Unternehmen spezialisierte und vor allem in türkischen Titeln übergewichtete Griffin Ottoman kam bislang bedeutend besser durch die Finanzkrise.

Herausforderer Nummer 1: Nevsky Eastern European

Trotz aller Wertschätzung für Griffin und Kirsch-Nachfolger Farthofer – seit einigen Jahren favorisiert Sauren-Fonds-Research-Gründer Eckhard Sauren für die Anlageregion Osteuropa eindeutig diesen Fonds und dokumentiert dies mit der Höchstnote von drei Goldmedaillen. In einem seiner Dachfonds, dem Sauren Global Opportunities, stellt der Nevsky Eastern European zudem mit einem Anteil von knapp 6 Prozent aktuell die größte Portfolio- Position.

Das Vertrauen hat sich das Manager-Duo Martin Taylor und Nick Barnes bereits bei seinem früheren Arbeitgeber Barings erworben, wo es bis Anfang 2000 den Baring Eastern Europe betreute. Ähnlich wie Farthofer investieren Taylor und Barnes überwiegend in Russland, beschränken sich aber auf marktbreite Standardwerte. Kurz vor dem jüngsten Kursrutsch an den Weltbörsen haben sie zudem ihre Barreserve auf knapp 20 Prozent erhöht. Einziges Manko des Erfolgsfonds: Neue Investoren haben bis auf weiteres keinen Zutritt.