Hammer-Personalie in Berlin Goldman-Sachs-Banker geht in die Politik

Olaf Scholz bei der Bekanntgabe des Ergebnisses der SPD-Mitgliederbefragung zum Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU am 4. März: Der Vizekanzler holt jetzt einen Banker von Goldman Sachs als beamteten Staatssekretär ins Bundesfinanzministerium. | © Getty Images

Olaf Scholz bei der Bekanntgabe des Ergebnisses der SPD-Mitgliederbefragung zum Koalitionsvertrag mit der CDU/CSU am 4. März: Der Vizekanzler holt jetzt einen Banker von Goldman Sachs als beamteten Staatssekretär ins Bundesfinanzministerium. Foto: Getty Images

Jetzt also auch die deutsche Regierung. Während die Investmentbank Goldman Sachs regelmäßig Ex-Angestellte in die US-Regierung einspeist und mit Mario Draghi sogar an die Spitze der Europäischen Zentralbank hievt, hat sie nun auch einen weiteren Mann in Berlin– im durch den SPD-Politiker Olaf Scholz bestimmten Finanzministerium.

Scholz gab heute bekannt, den ehemaligen Co-Deutschland-Chef von Goldman Sachs, Jörg Kukies, zum Staatssekretär zu ernennen. Kukies steht seit vier Jahren an der Goldman-Spitze und ist seit 2001 im Unternehmen. Er arbeitete in London und Frankfurt.

Kukies kennt die internationalen Finanzmärkte

Wie „Spiegel Online“ berichtet, gab es Beifall aus dem wirtschaftsfreundlichen Teil der SPD, weil sich Kukies gut auf den internationalen Finanzmärkten auskennt. Im Ministerium soll er sich um die internationale Finanzarchitektur kümmern, heißt es weiter. 

Weitere Beispiele für Ex-Goldman-Sachs-Banker sind der aktuelle US-Finanzminister Steven Mnuchin, der ehemalige Donald-Trump-Berater Steve Bannon und Ex-Finanzminister Henry Paulson.