Heimat für 3 Millionen Menschen, Tendenz steigend Darum sind Immobilien-Investments im Silicon Valley eine Goldgrube

Blick auf San Jose im kalifornischen Silicon Valley | © Getty Images

Blick auf San Jose im kalifornischen Silicon Valley Foto: Getty Images

Es gibt weltweit nur wenige Regionen, die für eine bestimmte Industrie stehen. Gilt etwa das Ruhrgebiet als einstiges Synonym für Kohle und Stahl, ist die digitale Revolution mit Kalifornien verbunden. Namhafte IT-Unternehmen siedeln sich seit Jahrzehnten im Silicon Valley an. Die Nachfrage ist ungebrochen, weshalb freie Flächen zwischen San Francisco und Los Gatos knapp werden.

Und die Historie der Region beginnt nicht erst im Jahr 1976 mit der Gründung von Apple in einer Garage in Los Altos, sondern 50 Jahre zuvor. In den 1920er Jahren lehrte Elektroingenieur Frederick Termen an der Stanford-Universität südlich von San Francisco. Um zu verhindern, dass seine Absolventen an die Ostküste gingen, unterstützte er sie bei Firmengründungen nahe der Universität. Der Erfolg von William Hewlett und David Packard bei der Produktion eines Generators zur Erzeugung musikalischer Schwingungen ermutigte die Uni, weitere Gründungen zu fördern. Der Stanford Industrial Park entstand, eins der ersten Gründerzentren.

Der Münchener Sachwertefonds-Anbieter WealthCap investiert in Immobilien in dieser Region, die er zu den Innovation Districts zählt. Dieser Begriff orientiert sich an der Definition von CBRE Global Investors: Ein Innovation District ist gekennzeichnet durch eine namhafte Universität, hohe Lebensqualität, die sich etwa durch Angebote zur Freizeitgestaltung, Berufschancen und soziale Kontaktmöglichkeiten auszeichnet, eine gute Infrastruktur, überdurchschnittliches Job- und Wirtschaftswachstum sowie eine anhaltende Nachfrage nach Immobilien.

„Das Silicon Valley erfüllt genau diese Kriterien“, sagt Gabriele Volz, für den Vertrieb zuständige Geschäftsführerin bei WealthCap. So hatte sich ihr Haus bereits für den ersten US-Fonds nach einer längeren Schaffenspause im Jahr 2014 ein Objekt im Silicon Valley gesichert.

Gabriele Volz

Nach Ansicht internationaler Führungskräfte ist das 70 Kilometer lange und 30 Kilometer breite Tal der Zukunftsstandort schlechthin. In einer Umfrage der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Ernst & Young sehen 22 Prozent der Befragten hier die besten Voraussetzungen für die „Googles“ von morgen – gefolgt von Shanghai mit 20 Prozent und New York mit 13 Prozent. Berlin erhielt lediglich 4 Prozent der Stimmen.

Im Silicon Valley leben bereits knapp 3 Millionen Menschen – und es werden von Jahr zu Jahr mehr. Seit 2011 hat vor allem die dort ansässige Hightech-Industrie jährlich 30.000 bis 40.000 Einwohner angelockt – und damit deutlich mehr als in vergleichbaren Regionen der USA. Zudem verfügen die Einwohner mit einem Jahreseinkommen von durchschnittlich 116.000 Dollar über eine hohe Kaufkraft.