Heute ist Weltwassertag Interessantes Investment mit Nachhaltigkeitsfaktor

Logo des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Weltwassertags, Ökoworld-Fondsmanager Nedim Kaplan

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Seit Apollo 8 am 24. Dezember 1968 als erste Weltraumkapsel den Mond umrundete, haben sich das Bild und die Vorstellung der Menschheit von unserem Heimatplaneten entscheidend verändert. Eine Farbfilm-Kamera an Bord von Apollo 8 lieferte uns den Beweis, dass sich unser Heimatplanet inmitten eines schwarzen Hintergrundes in einem leuchtenden Blau präsentiert. Seitdem ist vom Blauen Planeten die Rede. 

Aus der Vogelperspektive: 70 % strahlendes Blau

Etwa 70 Prozent der Erde wird von diesem strahlenden Blau in Form von Ozeanen, Seen und Flüssen bedeckt, unseren Quellen des Lebens. Genau nach diesen Farben sehnen sich Forscher, wenn sie mit ihren Weltraumteleskopen Ausschau halten nach Planeten bzw. Exoplaneten suchen, die erdähnliches Leben ermöglichen könnten. Die Entdeckung von Exoplaneten alleine ist schon lange keine Sensationsnachricht mehr wert. Exoplaneten sind Himmelskörper ähnlich unserer Planeten. Tausende von Exoplaneten wurden in den letzten zwei Jahrzehnten entdeckt und Tausend weitere warten in unmittelbarer Nachbarschaft unseres Sonnensystems darauf entdeckt zu werden. 370 Billionen Kilometer von uns entfernt.

Was macht einen Exoplaneten zu etwas besonderen?

Ein Exoplanet kann sich nur dann vom Gros der anderen Planeten abheben, wenn er - genauso wie unser Heimatplanet Wasser - direkt an der Planetenoberfäche in allen drei Aggregatzuständen dauerhaft und in großer Menge vorhanden ist. Das heißt, er müsste in einer ähnlich bunten Farbenpracht eingehüllt sein, wie es auf unserem Heimatplaneten der Fall ist. Vor wenigen Wochen ereignete sich dann doch ein Glücksfall: Astronomen haben sechs erdgroße Planeten entdeckt, die den Stern Trappist-1 umkreisen, auf denen Wasser auf der Planetenoberfläche fließen könnte. Wasser und sonstige biologische Aktivitäten können auf den entdeckten Exoplaneten aber nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Für viele Indizien gibt es auch differenzierte Erklärungen. Die Exoplaneten sind darüber hinaus weit außerhalb unseres Sonnensystems und 40 Lichtjahre von uns entfernt gelegen. Selbst für kleinere, unbemannte Raumschiffe sind das aus heutiger Sicht der Technik unerreichbare Weiten. Welche Veränderungen bringen diese Entdeckungen für uns Menschen und Nicht-Astronomen? Zunächst überhaupt keine.

Alternativlose Heimat mit nur 0,3 % Trinkwasser „Lebenselixier“

Wir dürfen uns keine Illusionen machen. Unser Blauer Planet wird für viele weitere Generationen unsere alternativlose Heimat bleiben. Wir müssen mit dem einzigartigen und kostbaren Wasser, welches als Süßwasserressource unser Überleben sichert, sinnvoll und vorausschauend wirtschaften, denn es ist nur zu 0,3 Prozent am Gesamtwasservorkommen als Trinkwasser erschließbar. Mit diesem „blauen Gold“ muss sorgfältig umgegangen werden. Es ist wichtiger Bestandteil unseres Lebens, eben das „blaue“ Lebenselixier.

Woher Wasser nehmen, wenn unsere Ressource komplett verschmutzt ist?

Wir alle sind abhängig von Wasser, sei es zum Trinken, Duschen, Toilettenspülung oder Kochen. Für eine Tasse Kaffee werden 140 Liter  Wasser benötigt, wenn man das im Anbau, bei der Röstung, bei der Verschiffung und der Zubereitung verwendete Wasser dazu rechnet. Rund 121 Liter des kostbaren Gutes verbraucht jeder von uns pro Tag. 4.000 Liter sind es, wenn man den Wasserverbrauch bei der Produktion von Lebensmitteln mitberechnet. Bereits heute geht der Wasserverbrauch in vielen Regionen über den nachhaltigen Trinkwasserzufluss. Laut Expertenmeinung ist die Tendenz hierbei steigend. Die einzige Möglichkeit hier eine Trendwende zu bewirken ist, unser kostbares Wasser effizienter zu nutzen und somit auch unser Abwasser nicht „wegzuwerfen“, sondern weltweit ausreichend zu klären und wiederzuverwenden. Die in den Abwässern enthaltenen Schadstoffe richten an den Oberflächengewässern (Flüsse, Seen, Meere), sowie im Grundwasser großen Schaden an und gefährden die Wasserversorgung.

Was an dieser Stelle konkret helfen kann, ist in der Veröffentlichung von Ökoworld Extrablatt 6/2016 „Nutzung von Abwasser als Rohstoffquelle“ nachzulesen.