Hire-Index: „Nur die Kleinspekulanten sind beim Gold-Crash eingeknickt“

Heiko Weyand, Zertifikate-Experte von HSBC Trinkaus

Heiko Weyand, Zertifikate-Experte von HSBC Trinkaus

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Die amerikanische Terminmarkt-Aufsicht CFTC (Commodity Futures Trading Commission) veröffentlicht einmal pro Woche die so genannten Commitment-of-Traders-Daten (CoT). Mit Hilfe dieser Daten lässt sich erkennen, wie verschiedene Händlergruppen an den US-Terminmärkten positioniert sind.

Die CFTC teilt die Marktteilnehmer in drei Gruppen ein: Die kommerziellen Händler (Commercials), die nicht-kommerziellen Händler (Spekulanten) sowie die „Non-Reportables“ (im Sinne von „Kleinspekulanten“).

Bei der Beobachtung ihres Positionierungsverhaltens lässt sich oftmals feststellen, dass Kleinspekulanten am Ende eines Preistrends ihre Positionierung deutlich vergrößern. Die Erfahrung lehrt, dass die Commercials an wichtigen Wendepunkten meist richtig positioniert sind, während sich die Kleinspekulanten häufig auf der falschen Seite befinden.

Daraus entstand ein Indikator, der die Positionierung der Commercials sowie die inverse Positionierung der Kleinspekulanten berücksichtigt. Der von Wellenreiter-Invest Hire-Index getaufte Indikator bewegt sich zwischen den Extremwerten von minus 100 und plus 100 Punkten.

Das Verhalten der Goldanleger

In Bezug auf den Goldpreis konnten wir in den vergangenen Jahren beobachten, dass ein Erreichen des oberen Extrempunktes bei 100 Punkten (obere blaue Linie) stets einen Tiefpunkt im Goldpreis angezeigt hat.

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Anfang März 2013 stand der Hire-Index kurz davor, erneut die obere Extremlinie zu erreichen. Wir waren deshalb zuversichtlich, dass der Goldpreis in Kürze ein Tief ausbilden würde. Stattdessen kam es am 12. und 15. April 2013 zu einem Gold-Crash.