Höhere Kosten, kaum Mehrwert Flossbach von Storch: ETFs bedrohen Index-Schmuser

Kurt von Storch (li.) und Bert Flossbach, Chefs und Gründer der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch | © Chr. Scholtysik und P. Hipp / Jürgen Bindrim

Kurt von Storch (li.) und Bert Flossbach, Chefs und Gründer der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch Foto: Chr. Scholtysik und P. Hipp / Jürgen Bindrim

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ETFs sind derzeit bei Anlegern besonders beliebt. Im vergangenen Jahr seien weltweit 379,5 Milliarden US-Dollar in ETFs geflossen, schreiben Bert Flossbach und Kurt von Storch, Chefs und Gründer der Vermögensverwaltung Flossbach von Storch in ihrem Jahresbericht. Das gesamte Volumen betrage mittlerweile 3.505 Milliarden Dollar, davon seien 2.738 Milliarden in Aktien-ETFs investiert, wovon allein 1.639 Milliarden auf US-Aktien-ETFs entfallen. Damit machen ETFs nach Angaben der Kölner Vermögensverwalter in den USA bereits 20 Prozent des Volumens aller US-Aktienfonds aus.

Anleger zogen 207 Milliarden Dollar aus aktiven Fonds ab

Aktiv gemangte Fonds mussten hingegen im vergangenen Jahr bis November Abflüsse in Höhe von 207 Milliarden Dollar verbuchen.

Vor allem aktiven Aktien- und Renten-Fonds, die sehr stark am Index kleben, ging es dabei an den Kragen, erklären die Vermögensverwalter. Und auch künftig stünden die Chancen für die sogenannten Index-Schmuser schlecht. Denn die pseudo-aktiven Fonds könnten aufgrund ihrer Index-Nähe keinen echten Mehrwert gegenüber passiven Produkten liefern. Die Kosten seien aber wesentlich höher als bei den ETFs. Daher dürften indexnahe aktive Fonds in den kommenden Jahren zunehmend von Indexfonds verdrängt werden.